Strahlende Gesichter beim „Familienfäscht“ im Dornbirner Kloster

Vorarlberg / 28.09.2022 • 12:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Für das Kinderprogramm im Einsatz: Die Jungmusikantinnen und Musikanten der Rohrbacher <br>Musig. <span class="copyright">bvs</span>
Für das Kinderprogramm im Einsatz: Die Jungmusikantinnen und Musikanten der Rohrbacher
Musig. bvs

Sonnenschein, viel Musik und Spiele sorgten am Freitag für Feststimmung rund um das Kloster.

Dornbirn Für das „Familienfäscht im Klostergarto“ hat die Stadtmusik Dornbirn alle Register gezogen. Die intensive Vorbereitung durch viele freiwillige Helferinnen und Helfer wurde mit strahlendem Wetter belohnt. „Das war großes Glück, und bestimmt waren auch die Patres daran beteiligt, die stets einen guten Kontakt zu Petrus pflegen“, erwähnte Klostervater Elmar Mayer, der sich über einen „vollen Garten“ freute, zu Beginn. Strahlende Worte zur Begrüßung fand ebenso der Obmann der Stadtmusik, Dr. Robert Schneider, der sich bei allen, die sich an der Organisation beteiligt hatten, herzlich bedankte. Trotz allem wurde nichts dem Zufall überlassen, bereits zwei Tage davor lief der Zeltaufbau auf Hochtouren. Diese Aufgabe übernahm wieder die Oberschorbacher Fasnatzunft.

Pater Natalis und Patrycja bereiteten eine klassische Klostersuppe nach polnischem Rezept zu.
Pater Natalis und Patrycja bereiteten eine klassische Klostersuppe nach polnischem Rezept zu.

Wenn ein Musikverein ein Fest organisiert, dann gibt die Musik den Ton an. Um 10 Uhr eröffneten besinnliche Klänge das Fest in der Klosterkirche. Die ersten Besucher ließen sich von der Orgelmusik, gespielt von Rudolf Berchtel und Daniel Orth, musikalisch einstimmen. Daniel Orth wusste auch Interessantes über die Orgel zu berichten, der nun eine umfangreiche Renovierung bevorsteht.

Im Anschluss war es Kapellmeister Hugo Nußbaumer von den 60er-Musikanten, der den Taktstock zur Feststimmung hob. Viele Familien mit kleinen und größeren Kindern nahmen das Angebot „Fira und spiela im Klostergarto“ gerne an. Bald herrschte Feststimmung, und auch die selbst gemachten Speisen, Kuchen und Torten fanden reißenden Absatz.

Elmar Mayer (v. l.), Verena Zoppel-Geiger (vorm. Stadtmusik), Dr. Robert Schneider und Martin Ruepp (Obmann Kloster-Freundeskreis).
Elmar Mayer (v. l.), Verena Zoppel-Geiger (vorm. Stadtmusik), Dr. Robert Schneider und Martin Ruepp (Obmann Kloster-Freundeskreis).

Mit buntgeschminkten Gesichtern versuchten derweil die jungen Besucher ihr Glück bei der Spielerallye wie auch beim Glücksrad und nicht zuletzt als angehende Jungfeuerwehrler beim zielgeraden Wasserspritzen. Das Kinderprogramm begleiteten Eva Cerv (Vizeobfrau) und Ulrich Frühwirt von der Stadtmusik. Es wurden auch wieder Renates Handarbeiten angeboten. Der Reinerlös soll der weiteren Klosterrenovierung zugutekommen.

Die jungen Klarinettistinnen der Hatler Musig.
Die jungen Klarinettistinnen der Hatler Musig.

Die jungen Musikantinnen und Musikanten der vier Dornbirner Vereine zeigten ihr Können auf der Bühnenplattform. Den Auftakt gab die Jugend der Stadtmusik im grünen Dress, gefolgt von der gelben Flotte der „Hatler Musig“. Danach waren es die Rohrbacher, die im blauen Outfit zeigten, was sie musikalisch draufhaben. Einen tollen Abschluss machte die Haselstauder Jugend im roten Dress. Von den Darbietungen der Jungmusik zeigten sich auch Bürgermeisterin Andrea Kaufmann und Stadträtin Marie Louise Hinterauer, die sich das Event nicht entgehen ließen, begeistert.

Bereits 2006 fand das Fest zum ersten Mal statt. Damals unter der Organisation von „Dornbirn inside“. Das wusste Herbert Kaufmann als „inside“-Geschäftsführer, der ebenso beim Fest dabei war. Zwei Jahre später trug es dann die Handschrift der Stadtmusik, damals unter der Obfrau und Dirigentin Verena Zoppel-Geiger.

Marie kam mit ihrer Mama zum Fest.
Marie kam mit ihrer Mama zum Fest.

Tradition beim Fest haben nach wie vor die offenen Türen, die Einblick in die Geschichte des historischen Klostergebäudes geben, das von den Kapuzinern vor 129 Jahren bezogen wurde. Die Führungen übernahm Armin Gstir, der das Kloster wie seine Westentasche kennt.

Daneben herrschte Festzeltstimmung. Diese wurde am Abend, als die „Xiberg Krainer“ aufspielten, noch getoppt. Manche Besucher ließen sich von der Musik zum Tanzen animieren. „Eine Bombenstimmung, die ich bisher noch nicht erlebt habe“, resümierte Elmar Mayer, „es ist der schönste Dank für alle am Familienfest beteiligten Helferinnen und Helfer.“ EH

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