Dornbirner Feuerwehr rüstet im Bereich Gefahrenstoffe auf

Vorarlberg / 29.09.2022 • 12:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bei der Feuerwehr ist seit kurzem der neue Abrollbehälter gefährliche Stoffe im Einsatz. <span class="copyright">mima</span>
Bei der Feuerwehr ist seit kurzem der neue Abrollbehälter gefährliche Stoffe im Einsatz. mima

Seit kurzem ist bei der Dornbirner Feuerwehr ein neuer Abrollbehälter für gefährliche Stoffe im Einsatz.

Dornbirn Die Feuerwehr Dornbirn wird bei unterschiedlichsten Einsätzen zu Hilfe gerufen und diese Vielfältigkeit erfordert Fahrzeuge und Einsatzmittel, die den zahlreichen Herausforderungen gerecht werden.

Bei Unfällen mit gefährlichen Stoffen kommt bei der Feuerwehr das GSF, das Gefährliche-Stoffe-Fahrzeug, zum Einsatz, wobei das Einsatzspektrum breit ist und von Transportunfällen auf Straße und Schiene über undichte Transportgebinde bis zu innerbetrieblichen Unfällen und Bränden mit Gefahrgutbeteiligung reicht. Gasaustritte jeglicher Art, Ereignisse mit radioaktiven Stoffen oder biologischen Gefahren zählen ebenfalls dazu.

Nachdem das bisherige Spezialfahrzeug der Dornbirner Feuerwehr bereits seit rund 30 Jahren im Einsatz war und somit seine Lebensdauer erreicht hat, wurde in den letzten Wochen ein neuer „Abrollbehälter Gefährliche Stoffe“ in den Dienst gestellt.

Der neue Abrollbehälter soll die Möglichkeiten der Feuerwehr erhöhen.
Der neue Abrollbehälter soll die Möglichkeiten der Feuerwehr erhöhen.

„Der neue Abrollbehälter wurde in den letzten Wochen mit der nötigen technischen Ausrüstung ausgestattet, wobei wir auch viele Gegenstände vom Gefährliche-Stoffe-Fahrzeug übernommen haben. Derzeit sind wir noch an den Feinarbeiten dran, aber der Behälter ist bereits einsatzbereit“, erklärt dazu Dornbirns Kommandant-Stellvertreter und Gerätewart Peter Kaufmann. Neben allen nötigen Einsatzmitteln verfügt der neue Abrollbehälter auch über Geräte zum Auffangen und Eindämmen der Gefahren­stoffe sowie im hinteren Bereich auch über vier stabile Rollwagen, um die Einsatzmittel sicher und schnell an die Einsatzstelle zu fahren.

Atemschutz-Abrollbehälter

Die Kosten für den neuen Abrollbehälter beziffert der Gerätewart der Dornbirner Feuerwehr mit rund 300.000 Euro. Gleichzeitig betont Peter Kaufmann auch, dass gemeinsam mit dem Gefahrenstoffbehälter meist auch der Atemschutz-Abrollbehälter zum Einsatz kommt. „Damit kann in kürzester Zeit eine große Menge an Atemgeräten, Reserveflaschen und Masken sowie Schutzausrüstung an die Einsatzstelle gebracht werden. Zusätzlich dient er im Einsatzfall auch als Dekontaminationsplatz“, erklärt Kaufmann weiter.

Dazu wurde in den letzten Wochen auch der Abrollbehälter Atemschutz aufgerüstet. „Damit können wir unser Leistungsspektrum deutlich erweitern, besonders im Bereich der Dekontamination und bei Einsätzen mit biologischen Gefahrstoffen“, erläutert der Dornbirner Kommandant-Stellvertreter abschließend. MIMA

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