Hilfe in der größten Not

Vorarlberg / 29.09.2022 • 11:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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dowas-Beratungsstellenleiter Ferdinand Koller berichtet von einer steigenden Zahl von Anfragen. VN/Serra

dowas-Beratungsstellenleiter Ferdinand Koller spricht von einer immer schwieriger werdenden Wohnungssuche.

Bregenz Das Leben ist nicht immer fair. Manche trifft es hart. Seit mittlerweile 40 Jahren unterstützt der Verein dowas Menschen, die in Not geraten sind. Über 200 Personen fanden im vergangenen Jahr bei dem Ort für Wohnungs- und Arbeitssuchende in Bregenz einen Platz in der Notschlafstelle. Rund 900 Unterstützung in der Beratungsstelle.

“Die Problemlagen werden immer komplexer und die Wohnungssuche wird immer schwieriger”, berichtet Beratungsstellenleiter Ferdinand Koller und fügt hinzu: “Außerdem ist der Druck auf dem Wohnungsmarkt groß. Die Vermieter können sich ihre Mieter aussuchen.” Probleme, eine leistbare Unterkunft zu finden, hätten vor allem auch Familien mit mehreren Kindern. “Die Preise gehen durch die Decke und im gemeinnützigen Sektor wird zu wenig gebaut”, meint Koller. 130 Mal hätten im Vorjahr bei Dowas Menschen abgewiesen werden müssen, weil alle Plätze belegt waren.

dowas bietet seit 40 Jahren Unterstützung in Notlagen.
dowas bietet seit 40 Jahren Unterstützung in Notlagen.

Einen Schlüssel zur Verbesserung der Situation sieht der Beratungsstellenleiter im Zugang zum gemeinnützigen Wohnbau. “Ob jemand eine Wohnung bekommt, wird daran gemessen, wie lange jemand schon in der Gemeinde wohnt und nicht hinsichtlich des Wohnbedarfs”, erzählt Koller. “Das ist natürlich auch für junge Leute ein Nachteil.”

Ein weiteres Them mit dem die dowas-Berater derzeit oft zu tun hätte sei der Klimabonus. “Man muss mindestens ein halbes Jahr gemeldet sein, um diesen zu bekommen. Eine Gruppe, die das Geld sehr dringend bräuchte, kriegt es nicht”, sagt Koller.

Das dowas-Tageszentrum ist momentan vormittags geöffnet.
Das dowas-Tageszentrum ist momentan vormittags geöffnet.

Anlässlich des 40-Jahr-Jubiläums des Vereins möchten die dowas-Verantwortlichen nun auch im Rahmen eines Symposiums auf aktuelle Entwicklungen aufmerksam machen. Auf EU-Ebene gibt es das Ziel, Obdachlosigkeit bis 2030 zu beenden. Im Rahmen der Veranstaltung im Theater Kosmos soll nun am Donnerstag mit Experten und Vertretern aus der Politik darüber diskutiert werden, was die Strategien für Vorarlberg bedeuten und was getan werden kann. VN-MEF

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