Leben mit Krebs und was Betroffene und Angehörige selbst tun können

Vorarlberg / 29.09.2022 • 19:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Primar Thomas Winder leitet das onkologische Netzwerk.khbg
Primar Thomas Winder leitet das onkologische Netzwerk.khbg

götzis Dank moderner Diagnose- und Therapieverfahren wird Krebs immer besser behandelbar und zunehmend zu einer chronischen Erkrankung. Dennoch ist und bleibt die Diagnose eine hoch traumatische Erfahrung für Patienten und Angehörige. Rund 1800 Menschen sind allein in Vorarlberg jährlich von einer Neuerkrankung betroffen, gesamt leben etwa 18.000 mit einer Krebserkrankung. Die Erkrankung spielt in alle Lebensbereiche hinein, zahlreiche medizinische, soziale, psychologische und finanzielle Fragen kommen auf. Heute Freitag, veranstaltet das Onkologie-Netzwerk Vorarlberg mit der Krebshilfe Vorarlberg einen Informationstag für Krebspatienten und deren Angehörige.

Austausch mit Experten

Ziel ist es, Betroffenen eine Informationsplattform zu bieten, die über medizinische Beratungen hinausgeht und den gesamten Lebensalltag mit Krebs berücksichtigt. Unter dem Motto „Was kann ich selbst beitragen?“ werden Expertenvorträge zu den Kernthemen Psychoonkologie, komplementäre Behandlungsmöglichkeiten, gesunde Ernährung sowie Bewegung und Sport angeboten.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu einem Austausch mit den medizinischen Fachexperten Primar Thomas Winder sowie OA Bernd Hartmann vom LKH Feldkirch. Zusätzlich stellen Selbsthilfegruppen und die Krebshilfe ihre Angebote vor. Die Veranstaltung findet im Junker Jonas Schlössle in Götzis statt und kann kostenlos und ohne Voranmeldung besucht werden.

„Uns ist es wichtig, dass Patienten und Angehörige umfassend betreut werden und sich gut aufgehoben fühlen“, erklärt Thomas Winder. Ganz wesentlich dafür ist die bestmögliche medizinische Versorgung. Die Onkologie am LKH Feldkirch betreibt ein eigenes Studienzentrum und kann Patienten stets die neuesten Therapie- und Diagnoseverfahren anbieten. Die Krebshilfe ist ein elementarer Partner, wenn es um die ganzheitliche Versorgung von Patienten, begleitend zum Krankenhaus, geht. „Schnelle, unbürokratische und kostenlose psychologische und psychotherapeutische Beratungen sind unsere wichtigste Dienstleistung“, erklärt Krebshilfepräsident Bernd Hartmann. Der Zugang ist bewusst niederschwellig gehalten: „Betroffene haben keinen finanziellen Aufwand und bekommen sehr kurzfristig Beratungstermine.“

Infotag: Heute, Freitag, 13.30 bis 18.30 Uhr, Junker Jonas Schlössle, Götzis;
ohne Voranmeldung

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