Stadt Feldkirch dreht weiter an der Energieschraube

Vorarlberg / 30.09.2022 • 16:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Weihnachtsbeleuchtung wird in diesem Jahr nur reduziert erstrahlen. Denn um 22 Uhr wird sie abgedreht. TAY
Die Weihnachtsbeleuchtung wird in diesem Jahr nur reduziert erstrahlen. Denn um 22 Uhr wird sie abgedreht. TAY

Weitere Sparmaßnahmen vor Umsetzung.

Feldkirch Die Sorge vor Energieengpässen ist groß. Deshalb hat die Stadt Feldkirch bereits im August die Beleuchtung historischer Gebäude wie des Landeskonservatoriums, der vier Stadttürme und der beiden Stadttore sowie der Schattenburg abgedreht. Auch außerhalb des Stadtzentrums bleiben seither Gebäude wie das Wasserschloss, die Volksschule Gisingen, die Kirchen in Nofels und Gisingen sowie St. Corneli nachts dunkel. Allein damit können jährlich rund 14.000 kWh eingespart werden.

Sparpotenzial analysiert

Im Einklang mit den Empfehlungen von Gemeindeverband und Land hat die Stadt Feldkirch in den vergangenen Wochen ihr Energiesparpotenzial analysiert und einen Energiesparplan erarbeitet. Nach der Abschaltung der historischen Beleuchtung soll damit das noch vorhandene Energiesparpotenzial ausgeschöpft werden, so die Stadt in einer Aussendung. „Wir sind als e5-Gemeinde zwar seit rund 15 Jahren bereits gut aufgestellt, was das Energiesparen anbelangt, aber der neu eingerichtete Energiekrisenstab und ein eigenes Energiespar-Projektteam haben dennoch weitere Maßnahmen identifiziert“, betont Bürgermeister Wolfgang Matt. Hilfreich sei in diesem Zusammenhang die Energiebuchhaltung, die die Stadt bereits seit vielen Jahren führe und die den Energieverbrauch der Gebäude detailliert ausweist.

Im Rahmen der Maßnahmen soll beispielsweise die Vorlauftemperatur der Heizung in städtischen Gebäuden nach Möglichkeit um zwei bis drei Grad gesenkt werden.Zudem werden die Betriebszeiten der Heizungen angepasst. „In den Abendstunden und am Wochenende wird zukünftig weniger geheizt“, erklärt Christina Connert, Abteilungsleiterin des Fachbereichs Energie. Ein weiterer wichtiger Punkt sei auch die Sensibilisierung der Rathausmitarbeiter. Sie werden vermehrt dazu angehalten, Standby-Geräte auszuschalten oder Drucker nur bei Bedarf einzuschalten. Auch auf zusätzliche Heizquellen sollen die Mitarbeitenden zukünftig verzichten, denn diese sind in den städtischen Büros nicht mehr erlaubt. „Mit Schulungen wollen wir alle Mitarbeitenden zusätzlich für diese Themen sensibilisieren. Dabei laden wir die Mitarbeitenden ein, eigene Ideen für weitere Einsparungen einzubringen“, so Bürgermeister Matt.

Viel schon auf LED umgestellt

Doch nicht überall könne Energie eingespart werden. So sind etwa die öffentlichen Beleuchtungen auf den Gemeindestraßen in Feldkirch bereits weitestgehend auf LED umgerüstet. Bei der Weihnachtsbeleuchtung, die ebenfalls zum größten Teil aus LED-Leuchten besteht, wird hingegen die tägliche Betriebszeit reduziert. Deshalb wird dieses Jahr im Advent die Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt bereits um 22 Uhr abgeschaltet.

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