Viele kleine Schritte führen ans Ziel und alte Geständnisse von jugendlichen Sünden

Vorarlberg / 30.09.2022 • 21:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Leonore Gewessler will die Menschen zum Energiesparen motivieren.Dietmar Stiplovsek
Leonore Gewessler will die Menschen zum Energiesparen motivieren.Dietmar Stiplovsek

Wolfurt „Fast jeder kann seinen Beitrag leisten.“ Es ist das Mantra in diesem Herbst und Winter. Energiesparen ist angesagt, für die Geldbörse, gegen Blackouts, als Unterstützung der klaren Linie der Europäischen Union gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Deckel auf den Topf, unnötiges Licht aus, viele Wege zu Fuß und mit dem Rad zurücklegen und auf alles Unnötige so oft wie möglich verzichten: Die aktuelle Kampagne des Klimaministeriums für Energiesparen mag simpel wirken, wie Kritikerinnen und Kritiker monieren. Aber es gehe darum, schnell und ohne zusätzliche Investitionen etwas zu bewirken, betonte die zuständige Ministerin Leonore Gewessler (45, Grüne) im VN-Interview in den ausladenden Räumlichkeiten der Firma Doppelmayr in Wolfurt, wo sie zuvor an einer Diskussion teilnahm. Prinzipientreue gestaltet sich durchaus sportlich. Die Ministerin ging wortwörtlich mit gutem Beispiel voran und absolvierte die fünf Stockwerke zu Fuß statt mit dem Aufzug. Wenn man also einer dieser Menschen ist, die auch etwas Positives entdecken wollen in der aktuell düsteren Lage: Gegen Ende der Krise könnten wir alle fitter sein.

Bregenz Erstaunlich viele Menschen hätten ihn gefragt, twitterte diese Woche ZIB2-Moderator Armin Wolf (56), warum er ausgerechnet Dominik Wlazny (35) als einzigen Kandidaten der Bundespräsidentenwahl danach gefragt hat, ob er schon einmal illegale Drogen konsumiert habe. Wlazny habe in seiner Rolle als Musiker und Satiriker Marco Pogo mit dem Spruch „Gras zum Bier? Gönn es Dir“ eben als einziger Kandidat dazu aufgerufen, rechtfertigte sich Wolf.

Zumindest ein weiterer hat diese Frage aber schon einmal mit Ja beantwortet. Dies jedoch nicht in der ZIB2, sondern im Bregenzer Festspielhaus, wo vor sechs Jahren die Kandidaten der Wahl zum Bundespräsidenten 2016 einem Publikum aus 1600 Jugendlichen Rede und Antwort standen. Auf die Frage an die Kandidatenrunde, ob sie schon einmal andere Drogen als Alkohol oder Tabak konsumiert hätten, antwortete nur einer schmunzelnd mit Ja: Alexander Van der Bellen (78), der dafür johlenden Applaus des jungen Publikums erntete. Es sei aber bei einem Mal geblieben, versicherte der spätere Wahlsieger damals.

Alexander Van der Bellen stellt sich nächsten Sonntag seiner Wiederwahl.Klaus Hartinger
Alexander Van der Bellen stellt sich nächsten Sonntag seiner Wiederwahl.Klaus Hartinger

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