Sozialdienste Lustenau wachsen aus der Krise

Vorarlberg / 02.10.2022 • 09:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Konzert für die Senioren im Hof des Seniorenheims Schützengarten.
Konzert für die Senioren im Hof des Seniorenheims Schützengarten.

Personalsituation entspannt sich langsam, Finanzen bleiben Sorgenkind.

Lustenau Personalmangel und die Nachwehen der Pandemiejahre 2020 und 2021 drücken immer noch auf die Finanzen der Lustenauer Sozialdienste, wie deren Leiter Franz Reich am Donnerstag in der Gemeindevertretung durchblicken ließ, als er seinen Geschäftsbericht des vergangenen Jahres präsentierte. „Die letzten beiden Jahre waren wirtschaftlich nicht gut“, wie er erklärte. Aufgrund von Personalmangel habe man unter anderem den Wohnbereich 5 schließen müssen, den Sozialdiensten entging Pflegegeld.

Einnahmen von 6,8 Millionen Euro im vergangenen Jahr standen daher Ausgaben von 8,8 Millionen Euro entgegen, ein Abgang von rund zwei Millionen Euro also. Für 2022 bahne sich aber Entspannung an, erklärte der Geschäftsführer.

Entspannung beim Personal

Weiters vermeldete Reich auch, dass sich die Personalsituation jüngst wieder entspannt habe. Allerdings sei es „schwerer, etwas wieder aufzumachen, als etwas abzubauen“. 106 Mitarbeitende hatten die Sozialdienste, die die Seniorenhäuser Schützengarten und Hasenfeld betreiben, zum Jahresende 2021, die Zahl der belegten Pflegebetten betrug 91. Der jüngste Personalzuwachs sei ein Zeichen dafür, dass die Sozialdienste als Arbeitgeber attraktiver werden, sagte Reich. Die Beschwerden seien zurückgegangen, er setze zudem auf eine rasche Konfliktlösung.

“Esskultur“ lohnt sich

Die Essenszahlen haben sich bei rund 500 pro Tag eingependelt, wie Reichs Bericht zu entnehmen ist. Ein großer Einschnitt war die Umstellung auf die „Esskultur“, das neue Lustenauer Großküchenkonzept. Dessen Vorteil brachte der Leiter so auf den Punkt: „Das Essen ist einfach besser. Basta.“

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