Leichenfund im Unterland nach Unfall bei Mellau

Vorarlberg / 03.10.2022 • 16:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Leichenfund im Unterland nach Unfall bei Mellau
Die Wasserrettung hält eine Bergung des Wracks derzeit für zu gefährlich, erklärt Landesleiter Daniel Plaichner. Wasserrettung, Shourot

Am Sonntag dürfte ein 42-Jähriger mit seinem Pkw in den Mellenbach gestürzt sein.

Von Melanie Fetz und Matthias Rauch

Mellau Nach ersten Erkenntnissen der Polizei dürfte am Sonntag in den frühen Morgenstunden ein 42 Jahre alter Mann aus dem Bregenzerwald mit seinem Auto aus noch unbekannter Ursache in den Mellenbach geraten sein. Das Hochwasser riss den Wagen im Mellenbach und in der Bregenzer Ache bis zur Parzelle Klause in Mellau mit.

Dort wurde das bereits stark demolierte Fahrzeug am Sonntag in der Hochwasser führenden Ache wahrgenommen. Von den Insassen fehlte jede Spur. Die Wasserretter aus dem Bregenzerwald, Bregenz, Dornbirn und Hohenems starteten daher noch am Sonntag eine Suchaktion. “Wir waren mit 27 Einsatzkräften vor Ort”, erklärt Landesleiter Daniel Plaichner. Ergänzt wurde das Suchaufgebot von zehn Florianijünger aus Egg, dem Polizeihubschrauber “Libelle”, der Seepolizei Hard sowie mehrere Streifen.

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Abgesucht wurde schlussendlich der gesamte Bereich vom Mellenbach über die Bregenzer Ache bis zur Mündung des Bodensees. Die Wasserretter konzentrierten sich am Sonntag bei der Ufersuche auf einen Bereich von etwa sieben Kilometer. “Wir stellten auch mehrere Streckenposten auf”, ergänzt Plaichner. Die Suche verlief am Sonntag jedoch erfolglos und musste am Montag fortgesetzt werden.

Am Montag gegen 13 Uhr wurde im Großraum Bregenz eine Leiche in der Ach festgestellt, wie die Landespolizeidirektion Vorarlberg den VN bestätigen. Im Laufe des Abends bestätigte sich, dass es sich dabei um den vermissten 42-Jährigen handelt.

Vorerst im Wasser bleibt jedoch das Wrack des Unfallfahrzeuges. “Das Gebiet ist für den Kran nur schwer zugänglich”, erklärt Plaichner. Außerdem ist der Wasserpegel zwar im Sinken begriffen, doch noch gefährlich hoch. Hinzu kommt, dass das Fahrzeug sehr demoliert ist. “Wir wissen nicht, in welchem Zustand sich die Achsen befinden”, verweist der oberste Wasserleiter auf die vielen Risiken. Eine Bergung des Fahrzeuges stellt sich daher derzeit als zu gefährlich dar.

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