An der Dornbirner MS Markt hat man nix übrig für Verschwendung

Vorarlberg / 04.10.2022 • 12:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Jugendlichen der 3 b der MS Markt erlebten einen spannenden Workshop, der vermittelte, wie man Lebensmittel retten kann. <span class="copyright">cth</span>
Die Jugendlichen der 3 b der MS Markt erlebten einen spannenden Workshop, der vermittelte, wie man Lebensmittel retten kann. cth

Das Team von “Offener Kühlschrank” lud zum Workshop gegen Lebensmittelverschwendung.

Dornbirn Anlässlich des diesjährigen Tages gegen die Lebensmittelverschwendung am 29. September besuchte das Team hinter dem Projekt „Offener Kühlschrank“ die MS Markt in Dornbirn. Bei einem Workshop wurde das Thema „Lebensmittel sind kostbar“ in den Mittelpunkt gestellt. In den Genuss eines spannenden und vor allem lecker-kulinarischen Nachmittags kam dabei die 3b-Klasse. Lehrerin Andrea Walther unterrichtet an der Schule das Fach „Ernährung und Haushalt“ und engagiert sich zudem selbst beim Offenen Kühlschrank, der am 3. Oktober bereits seinen vierten Geburtstag feierte.

Den Jugendlichen wurde demonstriert, wie viele essbare Lebensmittel jede Person jedes Jahr in den Müll wirft.
Den Jugendlichen wurde demonstriert, wie viele essbare Lebensmittel jede Person jedes Jahr in den Müll wirft.

Gemeinsam mit Initiatorin Ingrid Benedikt und Marlies Assmann vom Kühlschrank-Team luden sie die Jugendlichen zu einem Workshop ein, bei dem vor allem Mitmachen gefragt war. Nach einer Vorstellung des Projekts „Offener Kühlschrank“ und einer Einführung zur Lebensmittelrettung ging es zunächst ans Probieren. Andrea Walther hatte dafür elf Kilo Lebensmittel (die Menge, die jeder in Österreich im Jahr an essbaren Lebensmitteln wegwirft) und abgelaufene, aber immer noch essbare Produkte mitgebracht. Jeder durfte kosten und sich selbst davon überzeugen, dass ein Ablaufdatum noch lange nicht bedeutet, dass man etwas nicht mehr essen kann. Das Erstaunen bei den Schülerinnen und Schülern war dementsprechend groß, nachdem alle abgelaufene Joghurt und „alte“ Schokolade probiert hatten. „Das schmeckt ja immer noch total lecker“, bestätigte Lionel.

Das Erstaunen war groß, wie gut alle Produkte trotz abgelaufenem Datum noch schmeckten.
Das Erstaunen war groß, wie gut alle Produkte trotz abgelaufenem Datum noch schmeckten.

Danach war Action in der Schulküche für die 3b-Kids angesagt, denn auf dem Programm stand das Selbstherstellen von Klatschbrot und Brotchips aus Altbrot sowie frisches Brot backen. „Das haben wir uns überlegt, damit die Jugendlichen auch sehen, wie viel Aufwand hinter der Produktion von unserem ,täglich Brot‘ überhaupt steckt“, erklärte Ingrid Benedikt. Eine weitere Gruppe widmete sich schließlich noch einer Umfrage zu abgelaufenen Lebensmitteln, die sie durch verschiedene Schulklassen führte. Dabei wurden Lehrer und Schüler befragt, woran man abgelaufene Lebensmittel erkennt, und auch hier waren Kostproben angesagt.

Ingrid Benedikt gab ihr Wissen an die Schüler weiter.
Ingrid Benedikt gab ihr Wissen an die Schüler weiter.

Die Workshop-Leiterinnen waren begeistert, wie interessiert sich die Schülerinnen und Schüler zeigten und hoffen, mit ihrem Workshop den Nachwuchs bezüglich der Kostbarkeit von Lebensmitteln und Abfallvermeidung etwas sensibilisiert zu haben. Mit auf den Weg gab es noch einen schönen Spruch für alle: „Altes Brot ist nicht hart, kein Brot ist hart.“ cth

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