Wallner zurück im Landtag

Vorarlberg / 05.10.2022 • 22:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Landeshauptmann kehrte nach seiner Auszeit zurück.VN/Paulitsch
Der Landeshauptmann kehrte nach seiner Auszeit zurück.VN/Paulitsch

Teuerung und Energiekrise beherrschten Aktuelle Stunde.

Bregenz Es ist neun Uhr, als Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) den Landtagssitzungssaal betritt – erstmals, nachdem er sich krankheitsbedingt über mehrere Wochen aus der Tagespolitik zurückgezogen hatte. Alles ist beim Alten, nur die Herausforderungen wurden größer. Umso willkommener war das Thema der aktuellen Stunde: „Raus aus der Teuerungskrise – rein ins Zeitalter der sauberen Energie.“

Aufgabe der Politik sei es, vor allem auf jene Menschen zu schauen, die am stärksten von der Teuerung betroffen sind, sagt Grünen-Klubobfrau Eva Hammerer. Es müsse außerdem alles unternommen werden, aus der Abhängigkeit von Öl und Gas rauszukommen. Laut Neos-Mandatar Garry Thür spielen Wasserkraft und Photovoltaik eine große Rolle. „Es scheint auch bei der Windkraft etwas Bewegung reinzukommen.“ Bezüglich der Teuerungskrise kritisiert er das Prinzip „Koste es, was es wolle“. Martin Staudinger (SPÖ) warnt vor zu billigem Sprit und Gas. Er lobt das Modell, dass ein Basiskontingent an Energie günstig bleiben müsse. „Der Verbrauch darüber hinaus muss aber sehr wohl einen Preis haben.“ ÖVP-Abgeordnete Christina Metzler berichtete davon, ihre Wohnung auf maximal 19 Grad geheizt zu haben. Das habe gut funktioniert, trotz kalter Hände und Füße, die sie hin und wieder hatte. Diese Erzählung verärgerte FPÖ-Obmann Christof Bitschi: „Eine alleinerziehende Mutter hat aufgrund der Teuerung vermutlich mehr Probleme als kalte Füße.“ Die Antiteuerungsmaßnahmen reichten nicht aus. 

Widerspruch kam seitens der Landesregierung. Energielandesrat Daniel Zadra (Grüne) kündigte zudem an, die Windlandkarte über das ganze Land auszudehnen. Wallner sprach davon, dass „die jetzige Krise in vielerlei Hinsicht zum Härtetest werden“ könnte. Die Politik werde helfen, wo notwendig . Das Motto „Koste es, was es wolle“ habe er immer kritisch gesehen. VN-ebi

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