„Es muass oan züha“

Vorarlberg / 06.10.2022 • 11:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vizebürgermeisterin Patricia Tschallener, Anny Drexel, StR. Erika Kawasser und Simone Fürnschuss-Hofer (v. l.).
Vizebürgermeisterin Patricia Tschallener, Anny Drexel, StR. Erika Kawasser und Simone Fürnschuss-Hofer (v. l.).

Anny Drexel und Simone Fürnschuss-Hofer erzählen bei den Emsbachinnen über ihr Tun.

Hohenems Ein Gesprächsabend der Emsbachinnen fand kürzlich im Pfarrsaal St. Karl statt. Dabei trafen Anny Drexel (pensionierte Krankenschwester und Gründerin des Missionskreises Hohenems) und Simone Fürnschuss-Hofer (Mitbegründerin der Zeitschrift Marie, Projekt- und Textgestalterin) aufeinander. Die rund 40 Gäste wurden von Vizebürgermeisterin Patricia Tschallener begrüßt, Stadträtin Erika Kawasser moderierte anschließend das Gespräch.

Noch täglich im Kontakt mit Afrika

Anny Drexel erzählte bildhaft und mit Humor gespickt von den jahrelangen Erfahrungen ihrer Arbeit in Nigeria. Wichtig sei nur ein einziger Punkt: „Es muass oan freua, es muass oan züha, um döt ane zum goh.“ Stolz machte sie, dass aus dem Ort in Nigeria, in dem der Missionskreis wirkt, niemand mehr ausgewandert sei. „Sie haben keinen Hunger mehr, ein Dach über dem Kopf und Bildung. Sie haben keinen Grund mehr wegzugehen.“ Sie selbst ist mit ihren 94 Jahren nicht mehr vor Ort in Nigeria: „Die 40 Grad würde ich nicht mehr aushalten. Aber ich habe täglich Kontakt über WhatsApp und E-Mail mit den Menschen in Afrika.“

Sinnhafte Tätigkeiten

Simone Fürnschuss-Hofer möchte durch ihre Arbeit bei der Zeitschrift Marie mehr Menschen erzählen lassen, die im regulären Tageszeitungsgeschäft untergehen würden. Auf die Frage, was ein „gutes Leben“ für sie bedeutet, meinte sie, dass es wohl sowohl in Afrika als auch bei uns hier im Ländle um Beziehungen, Zugehörigkeit und sinnhafte Tätigkeiten geht, was durchaus auch einmal sein kann, einfach „nur“ sein Geld zu verdienen. Das Wesentliche für Simone Fürnschuss-Hofer ist jedoch, dass „ein Mensch lieben kann und geliebt wird“.

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