“Beschneiung in der Nacht, wenn es keinem wehtut”

Vorarlberg / 07.10.2022 • 21:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Windräder Ein Ausdruck gesellschaftlicher Veränderung, so Gapp.

Windräder Ein Ausdruck gesellschaftlicher Veränderung, so Gapp.

Seilbahn-Obmann Gapp über die kommende Wintersaison.

schwarzach In knapp acht Wochen startet die Wintersaison in Vorarlberg. Andreas Gapp, Obmann der Vorarlberg Seilbahnen, zeichnet in Vorarlberg LIVE ein zwiegespaltenes Bild der Seilbahner. „Zum einen richtet man alles auf den Winter her. Man freut sich auf das Skifahren und auf die Gäste, die kommen. Zum anderen ist man geprägt von Vorsicht, wie geht man mit den Energiethemen und Preissteigerungen um.“ Die Seilbahnwirtschaft baue aber auf die österreichweite Kampagne „Mission 11“. „Wenn wir alle elf Prozent einsparen, haben wir kein Energieproblem“, erklärt Gapp.

Von Moderator Pascal Pletsch auf das Thema Beschneiung angesprochen, erklärt der Seilbahnobmann, dass „wir werden in der Nacht beschneien, wenn es niemandem wehtut“. Sie werden darauf schauen, ob es den einen oder anderen Schneeerzeuger oder die eine oder andere Verbindungspiste wirklich brauche. Was den Klimawandel betrifft, so besagen Studien, dass Vorarlberg in den nächsten Jahrzehnten in den Skigebieten Schnee haben werde. Die Frage sei nur, wann der Schnee kommt. Das Erlebnis „Sommer“ müsse unbedingt weiterentwickelt werden, damit „wir vom Winter unabhängiger werden“.

Der Vorschlag von Windrädern auf Bergstationen ist für Gapp ein Ausdruck von Veränderung in einer Gesellschaft. Vor drei Jahren sei diese Diskussion nicht möglich gewesen. „Wenn man ein Konzept hat und den anstrengenden Weg des Redens und Zuhörens geht, dann wird es Lösungen geben, für jede Region und jede Talschaft“, so Gapp.

Zum einen richtet man alles auf den Winter her. Zum anderen ist man geprägt von Vorsicht, wie man mit Energie umgeht.

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