Bitte anschnallen: Spaß im Schnee hat seinen Preis

Vorarlberg / 11.10.2022 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gast in Vorarlberg LIVE: Geschäftsführer der Silvretta Montafon Peter Marko sagt, dass dem Skispaß heuer nichts im Weg steht, trotz Corona und Energiekrise.
Gast in Vorarlberg LIVE: Geschäftsführer der Silvretta Montafon Peter Marko sagt, dass dem Skispaß heuer nichts im Weg steht, trotz Corona und Energiekrise.

So teuer wird die aktuelle Skisaison in der Energiekrise.

BREGENZ Es scheint, als ob die Skiliftbetreiber und Liebhaber des Wintersportvergnügens seit Anfang der Pandemie nicht zur Ruhe kommen. Jetzt zwingt die Energiekrise die Seilbahnen nicht nur, Energie zu sparen, sondern auch mit den Preisen in neue Höhen zu gehen.

Steigerung von acht Prozent

Der Vorverkauf der Saisonkarten in den Vorarlbergern Skigebieten hat vor Kurzem begonnen und die deutliche Preissteigerung ist zu spüren. Denn die Aufwände wurden im Rahmen der allgemeinen Inflation angeglichen. So hat letztes Jahr ein Saisonticket für das Gebiet Warth-Schröcken ohne Vorverkauf 522 Euro gekostet, heuer sind es 576 Euro. Das sind acht Prozent mehr als im Vorjahr – gilt auch für die Tagestickets. „Die aktuellen Energie- und Treibstoffpreise, aber auch höhere Personalkosten und teureres Material haben dieses Jahr die Preisgestaltung maßgeblich beeinflusst”, erklärt der Seilbahnsprecher Andreas Gapp.

Dynamic Pricing seit Neuestem

Zusätzlich wird für die Skigebiete im Montafon und Brandnertal erstmals ein dynamisches Preismodell für Tages- und Mehrtageskarten eingeführt – Dynamic Pricing. Das bedeutet, dass Frühbucher die Tickets online zu günstigeren Preisen erwerben können, während spontane Wintersportler draufzahlen müssen. „Grundsätzlich ist es kein neues Modell im Tourismus und der Skiwelt“, erklärt Peter Marko, Geschäftsführer der Silvretta Montafon (SiMo). „In der Schweiz und auch in Österreich wird es in vielen Gebieten eingesetzt.“ 

Frühbuchen lohnt sich

Außerdem kann sich der Preis je nach Saisonphase, aktueller Nachfrage, Wochentag und sogar dem Wetter ändern. Der SiMo-Chef: „Früher war es ein statischer Preis, der die ganze Saison gleich war, und jetzt ist es ein flexibler Preis. Der Kunde bestimmt, wenn er früher bucht, wird es billiger, aber er muss damit rechnen, wenn er in der Hochsaison beim Kaiserwetter an der Kasse steht, dass es teurer wird.“ Das System ist schon einsehbar und es wurden Startpreise festgesetzt, die ab jetzt teurer werden. Heißt: Früh genug den Skiausflug planen, sonst kann es teuer werden.

Der Skibetrieb startet in Teilzeit ab Mitte November in der Silvretta Montafon. Lisa aus Weiler freut sich trotz steigender Preise drauf.VN/rp
Der Skibetrieb startet in Teilzeit ab Mitte November in der Silvretta Montafon. Lisa aus Weiler freut sich trotz steigender Preise drauf.VN/rp

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