Ein Nachbarschaftszoff als Bühnenstoff

Vorarlberg / 11.10.2022 • 16:39 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Stimmung ist angespannt. Der Streit droht vollkommen zu eskalieren.
Die Stimmung ist angespannt. Der Streit droht vollkommen zu eskalieren.

Mit „Frühlingserwachen“ bringt die Theatergruppe Dünserberg das Publikum zum Lachen.

Dünserberg Nachbarn streiten schon zu allen Zeiten, doch mit Regina Röschs „Frühlingserwachen“ bringt die Theatergruppe Dünserberg das Publikum zum Lachen. Das neue Programm ist noch bis 22. Oktober im Gemeindesaal Dünserberg zu sehen.

Bischof und Küster ziehen ein

Jeden Abend kommen die beiden Freunde Hans-Peter Aumüller, gespielt von Walter Hartmann, und Ernst-Wolfgang Dürr, gespielt von Marcel Rauch, nach einem harten und stressreichen Tag im Amt schmerzerfüllt und erschöpft von der Arbeit zurück. Im idyllischen Dünserberg werden sie von ihren Ehefrauen Rosemarie (Sonja Lins) und Irmtraud (Margret Forstner) mit Strickweste und „Botschn“ aufopfernd empfangen. Mitten ins abendliche Fußbad der Ehemänner platzt die Nachricht, ein neuer Nachbar werde in das Haus nebenan einziehen. Hierbei soll es sich um niemand weniger als den Herrn Bischof samt Küster handeln. Die Aufregung ist groß und so wird ein gebührender Empfang vorbereitet.

Als alle schon Fahnen schwenkend zum Empfang bereitstehen, fahren die hohen Gäste plötzlich mit Motorrädern vor. Auch Ulrike und ihre Schwester, gespielt von Rebecca Bitschnau und Liane Rauch, kommen dabei aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Konflikt vorprogrammiert

Die vermeintlichen kirchlichen Würdenträger entpuppen sich als die „Freizeit-Rocker“ Friedhelm Bischoff und Klaus Küster und werden von den beiden Neuzugängen der Theatergruppe Markus Bitschnau und Rainer Bitschnau bravourös in Szene gesetzt. Der Streit ist vorprogrammiert: Brave, hart arbeitende Beamte mit einer Vorliebe für Helene Fischer prallen auf Motorradfahrer, die mit Rockmusik, AC/DC und kistenweise Bier die Nacht zum Tag machen und eine große Faszination auf die Damen ausüben.

Wie in der Natur beginnt in Rosemarie und Irmtraud langsam der Frühling zu erwachen. Eine Motorradspritztour wollen sie machen, und für das Publikum gibt es viel zu lachen. Als die Ehemänner zum Schafkopfturnier aufbrechen, ergreifen die Frauen die Chance, die neuen Nachbarn nachts zu besuchen. Doch als sie am nächsten Morgen erwachen, haben sie einen Filmriss und am Maibaum hängen Unterhosen vom Dreiklangmarkt. Sofort stellt sich die Frage: Welche Rolle spielen die neuen Nachbarn bei dem Ganzen? Dieser Frage gehen die beiden Ehemänner nun gemeinsam mit dem Publikum auf den Grund.

Für den guten Zweck

Hunderte Besucher kamen bereits zum neuen Bühnenstück der Theatergruppe. Auch heuer wird mit der Aufführung ein guter Zweck unterstützt: Pro verkaufter Karte geht ein Euro an die Familie Stefan aus Bludenz, die auf Hilfe für ihren schwer beeinträchtigten Sohn Sebastian angewiesen ist. HE

Die Idylle ist perfekt. Aufopferungsvoll kümmern sich die Ehefrauen um ihre Männer.He
Die Idylle ist perfekt. Aufopferungsvoll kümmern sich die Ehefrauen um ihre Männer.He
Während die Herren wenig Freude mit den neuen Nachbarn haben, wecken sie bei den Damen Frühlingsgefühle.
Während die Herren wenig Freude mit den neuen Nachbarn haben, wecken sie bei den Damen Frühlingsgefühle.

Weitere Aufführungen am 15, 16., 21. und 22. Oktober im Gemeindesaal Dünserberg. Infos und Karten unter www.theatergruppe-duenserberg.com.

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