Technik und Medizin sind schon längst Geschwister

Vorarlberg / 12.10.2022 • 21:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Prof. Detlef Günther berichtete von der Entwicklung des medizinischen Zweigs an der ETH Zürich, die er persönlich vor Jahren angestoßen hatte.
Prof. Detlef Günther berichtete von der Entwicklung des medizinischen Zweigs an der ETH Zürich, die er persönlich vor Jahren angestoßen hatte.

Das „Silodenken“ einzelner Wissenschaftsbereiche ist Vergangenheit. Grenzen der Disziplinen verschwinden: Das war die Kernbotschaft von Prof. Dr. Delef Günther, Professor für Spurenelemente und Mikroanalyse in der Abteilung für Chemie und angwandte Biowissenschaften. Belegen konnte er das mit beeindruckenden Beispielen.

So hat die Technik in der Medizin schon längst auf allen Ebenen Einlass gefunden, die Schulmedizin wäre ohne modernste Technologie nicht mehr vorstellbar. Eine beschädigte Leber wird außerhalb des menschlichen Körpers wieder vital gemacht, Präzisionsminigeräte mit ausgefeilter Computertechnologie ermöglichen erfolgreiche Operationen an Wirbelsäule oder Augen, intelligente künstliche Extremitäten katapultieren Menschen von der Hilflosigkeit zurück in ein mobiles Leben.

Der Schlüssel für bahnbrechende Fortschritte liegt in der Zusammenarbeit wissenschaftlicher Einrichtungen. „Die Medizin von heute ist eine andere, die Ausbildung muss sich anpassen“, ist Günther überzeugt. An der ETH Zürich gibt es seit kurzem den Bachelor-Studiengang Humanmedizin.

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