Wo “die Schönheit der Alpen” bewundert werden kann

Heimat / 12.10.2022 • 14:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
LTVP Monika Vonier, Künstler Eduard Gleich aus Ravensburg und Bgm. Martin Vallaster.<span class="copyright">SCO</span>
LTVP Monika Vonier, Künstler Eduard Gleich aus Ravensburg und Bgm. Martin Vallaster.SCO

Die Ölgemälde von Eduard Gleich sind bis 20. Oktober im Gemeindesaal Bartholomäberg zu bestaunen.

BARTHOLOMÄBERG „Schönheit fördert das Wachstum der Humanität.“ Unter diesem Motto des Arztes, Dichters, Philosophen und Historikers Friedrich Schiller steht die laufende Ausstellung von Eduard Gleich, Jahrgang 1936, im Gemeindesaal Bartholomäberg. „Die Schönheit der Alpen“ lautet der Titel der Exposition des in Ravensburg lebenden Künstlers.

„Als ganz junger Schüler, mit 15 Jahren, hat Eduard Gleich als Auftragsmaler Gemälde angefertigt. Wir dürfen uns glücklich schätzen, dass 19 seiner viele Jahrzehnte später entstandenen Werke jetzt bei uns ausgestellt sind. Das ist eine ganz große Ehre für Bartholomäberg und das Land“, sagte Bürgermeister Martin Vallaster bei der Vernissage.

Im Jahr 2011 waren am „Bärg“ erstmals Ölgemälde des pensionierten Statikers zu bewundern. „Eduard Gleich hat noch 20 weitere Bilder. Wer weiß, vielleicht gelingt es uns die nächsten Jahre, eine Folgeausstellung zu machen“, meinte das Gemeindeoberhaupt zuversichtlich. Zu wünschen wäre es dem Künstler und dem Dorf allemal.

Franz und Elisabeth Scheibenstock.
Franz und Elisabeth Scheibenstock.

„Künstler öffnet uns Augen“

Landtagsvizepräsidentin Monika Vonier dankte dem Künstler beim geselligen Beisammensein, „dass er uns die Augen auch wieder ein Stück weit öffnet“. Dem Land Vorarlberg sei es „außerordentlich wichtig und eine große Zielsetzung, dass das kulturelle Angebot bzw. Leben landesweit stattfindet, auch abseits der Ballungsgebiete“, sagte die Landespolitikerin. Mit Blick auf die südlichste Talschaft im Ländle und deren Veranstaltungskalender mit Sommerbar, Montafoner Resonanzen, Septimo aber auch Ausstellungen hochkarätigen Formats, „müssen wir uns nicht verstecken“, zeigte sie sich überzeugt. Die Gemeinden, der Stand Montafon und viele Kulturschaffende leisten ihren Beitrag. „Ein herzliches Dankeschön in diese Richtung“, war Monika Vonier noch ein Anliegen, ehe sie beim abschließenden Rundgang Näheres über die Exponate erfuhr und diese geografisch zuzuordnen versuchte.

Hilfe für Notleidende

Besonders groß war beim Expositions-Start die Freude bei Eduard Gleich und seiner Frau Johanna über die Laudatio ihres Sohnes Dieter (wegen dessen angeschlagener gesundheitlicher Verfassung mittels Videoeinspielung) und die Anwesenheit vieler Bekannter und Freunde: Aus Augsburg angereist war der fast 93-jährige ehemalige Musikschuldirektor Benno Helf. Den Weg von Ravensburg ins Montafon hatte der stellvertretende Direktor der Deutsche Bank AG in Ravensburg, Helmut Abrecht, gerne auf sich genommen.

Universitätsprofessor Rüdiger Krause, der seit mehr als 20 Jahren am Bartholomäberg archäologische Ausgrabungen durchführt, befand sich unter den Ausstellungsbesuchern genauso wie die Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald (vorwiegend Personen aus Bartholomäbergs Partnergemeinde Ober-Ramstadt). Die „Frosla Musig“ erfüllte den Gemeindesaal mit volksmusikalischen Klängen.

Die Öffnungszeiten der Benefizausstellung, die bis 20. Oktober dauert, sind jeweils von Dienstag bis Sonntag zwischen 9 und 20 Uhr. Der Künstler bittet um die Unterstützung von in Not geratenen Personen und Familien und dankt dafür schon im Voraus. SCO

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