Der Herbst von seiner schönsten Seite

Vorarlberg / 14.10.2022 • 18:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mehr Herbst geht nicht: Buntes Laub, tiefstehende Sonne, etwas Nebel. VN/ Philipp Steurer
Mehr Herbst geht nicht: Buntes Laub, tiefstehende Sonne, etwas Nebel. VN/ Philipp Steurer

Herbstwanderung auf die Sienspitze mit einer Einkehr im Jagdgasthaus Egender.

Bezau Es ist Herbst, die Tage und damit die Touren werden wieder kürzer. Die Sienspitze ist ein perfekter Herbstberg, da sich bunte Laubbäume und Nadelhölzer abwechseln.

Wir starten von Schönenbach, eine Vorsäßsiedlung von Bezau, die nur über eine Mautstraße erreichbar ist (Mautkosten: drei Euro). Vom großen Wanderparkplatz gehen wir zunächst ein Stück die Straße wieder zurück. Nach dem Waldstück kommt eine Rechtskurve mit einer Bushaltestelle und einem SB-Käsestadel der Alpe Kretzboden (hier gibt es auch Wurst) an deren Ende. Hier biegen wir auf dem Güterweg ein, der uns zunächst zur Kretzbodenalpe führt. Erst dort ist die Sienspitze angeschrieben.

Nach der Kretzbodenalpe schlängelt sich der Güterweg weiter bergauf zur Unteren Hintereggalpe, die zur Käsestraße im Bregenzerwald gehört. Auf der Sennalpe Sutterlüty’s Hinteregg wird „bester, ursprunggeschützter Alma-Alpkäse hergestellt“, wie uns das Schild an der Tür verrät. Die Kühe sind um die Jahreszeit schon im Tal, aber der neu erbaute Brunnen direkt vor der Alpe ist noch in Betrieb. Jetzt beginnt der grasige Abschnitt des Weges, der aufgrund der kühlen Nächte vormittags recht feucht sein kann. Die dritte Alpe, an der wir vorbeikommen, ist die Obere Hintereggalpe. Diese hat sogar eine kleine, hübsche Kapelle, in der man am herunterhängenden Seil die Glocke selbst läuten kann. Aber Achtung: Hier liegt außen loser, rostiger Stacheldrahtzahn herum, den man durch das ebenfalls braune Gestrüpp kaum sieht. Durch einen Wald über Wurzeln gehen wir die letzten 150 Höhenmeter bis zum 1600 Meter hohen Gipfel. Von hier oben kann man unter anderem auf den Hohen Ifen, die Winterstaude und den Diedamskopf blicken. Hinunter geht es auf dem gleichen Weg.

An der Kretzbodenalpe folgen wir nun dem Schild in Richtung Schönenbach. An einem Kreuz vorbei und über Wiesen geht es hinunter auf den Talboden, der übrigens zu den niederschlagsreichsten Regionen Europas gehört. Eine Einkehr im Jagdgasthaus Egender, das für seine Käsknöpfle berühmt ist, darf zum Abschluss nicht fehlen. Wer sich die Käsknöpfle nicht entgehen lassen will, muss sich sputen, denn das Gasthaus hat nur noch bis kommendes Wochenende offen. VN-JUN

Typisch für den Herbst sind die Nebelschwaden, die aufsteigen.
Typisch für den Herbst sind die Nebelschwaden, die aufsteigen.
Aussicht vom Gipfel der Sienspitze Richtung Deutschland.
Aussicht vom Gipfel der Sienspitze Richtung Deutschland.

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