Heiße Verfolgungsjagd durchs Rheintal

Vorarlberg / 16.10.2022 • 22:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Polizeiauto wurde bei dem Zusammenprall leicht beschädigt. Polizei
Das Polizeiauto wurde bei dem Zusammenprall leicht beschädigt. Polizei

Flucht vor der Polizei: 29-jähriger Lustenauer touchierte auf der Irrfahrt auch ein Polizeiauto.

Lochau, Lustenau Alles begann am Samstagmorgen gegen 8.30 Uhr in Lochau. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, stellte eine Zivilstreife der Landesverkehrsabteilung nach einem Hinweis aus der Bevölkerung in der Bahnhofstraße an einem nicht zum Verkehr zugelassenen Auto zwei gestohlene Kennzeichen sicher. Knapp zehn Stunden später geriet der Autobesitzer – ein 29-jähriger Lustenauer, der laut Polizei keinen Führerschein hat – erneut ins Visier der Exekutive. Gegen 18 Uhr beobachtete nämlich dieselbe Polizeistreife, wie der Mann sein Auto in Richtung Autobahn steuerte. Statt den sichergestellten Kennzeichen hatte er vorne ein gestohlenes Anhängerkennzeichen und hinten ein unleserliches Kartonschild montiert, schildert die Polizei. Die Zivilstreife fuhr hinter dem Fahrzeug her, auch als der Lustenauer bei der Ausfahrt Wolfurt die Autobahn verließ und durch das Ried in Richtung Lustenau fuhr.

Blaulicht

Auf der Hofsteigstraße in Lustenau, kurz nach der Abzweigung Zellgasse/Hofsteigstraße, war es schließlich so weit. Um den Fahrer zum Anhalten zu bewegen, schalteten die Beamten das Blaulicht ein und hielten den roten Anhaltestab aus dem Fenster. Doch der Lustenauer wollte davon offenbar nichts wissen, stieg stattdessen aufs Gas und bog in Richtung Ried ab. Die Polizisten nahmen mit eingeschaltetem Folgetonhorn und Blaulicht umgehend die Verfolgung auf. Der 29-Jährige bretterte zunächst auf Riedstraßen in Richtung Dornbirn und von dort wieder auf Riedstraßen zurück nach Lustenau in Richtung Abfallzentrum Königswiesen. Im Gemeindegebiet von Fußach, auf der Zufahrtsstraße zum Abfallzentrum in Fahrtrichtung Dammstraße (L 203), krachte der Autofahrer in ein mit zwei Polizeibeamten besetztes, leicht quergestelltes Polizeiauto. Das Fluchtauto landete durch den Zusammenprall  in einem Straßengraben. Der 29-Jährige versuchte daraufhin zu Fuß zu flüchten – allerdings ohne Erfolg. Er wurde von den Polizisten gestellt und festgenommen, schildert die Polizei.

Der Lustenauer war demnach mit 60 bis 90 km/h unterwegs. Gefahr für Passanten habe laut Polizei aber keine bestanden. Durch das Folgetonhorn und das eingeschaltete Blaulicht seien die wenigen Personen entlang und auf den Straßen offensichtlich rechtzeitig gewarnt worden. Die gesamte Fahrt wurde den Angaben zufolge auf Video aufgezeichnet. Verletzt wurde niemand. An beiden Autos entstand erheblicher Sachschaden. Der Lustenauer wurde wegen Verdachts des Widerstandes gegen die Staatsgewalt und der versuchten schweren Körperverletzung in die Justizanstalt Feldkirch eingeliefert. Der Drogen- und der Alkotest verliefen negativ. 

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