Einstimmung auf Stadterweiterung

Vorarlberg / 17.10.2022 • 16:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mit großem Interesse verfolgten die Teilnehmer die Ausführungen der Fachleute und Fragen von Tostner Bürgern.
Mit großem Interesse verfolgten die Teilnehmer die Ausführungen der Fachleute und Fragen von Tostner Bürgern.

Reges Interesse an Quartiersspaziergang in Tosters.

FEldkirch Im Tostner Südwesten soll am Kapellenweg ein neues Viertel entstehen. Im Hinblick auf eine möglichst große Lebensqualität fand eine Begehung der Quartiere Pfarrer-Weißhaar-Straße/Kreuzäckerweg und Riedteilweg statt. Vor der Zentrumsverbauung „Z“ freute sich Bürgermeister Wolfgang Matt über die starke Beteiligung der Bürger. Stadtbaumeister Gabor Mödlagl berichtete davon, dass seit dem Jahr 1964 als Bauerwartungsfläche gewidmete Grundstücke in einem sieben Jahre dauernden Umlegungsverfahren zusammengeführt wurden und sich die Stadt vorausschauend einen erheblichen Anteil an den fünf Hektar gesichert hat.

Letzte große Erweiterung

In die Planung sollen neben Experten auch Bewohner der umliegenden Gebiete in die letzte große Stadterweiterung mit einbezogen werden. „Wir haben die Chance, Dinge zu realisieren, die es in Tosters bisher nicht gibt“, erklärte Mödlagl. Nachdem an die meisten Teilnehmer ein Plan des Südens von Tosters ausgeteilt worden war, stimmte Architekt Mario Lins auf die Weiterentwicklung ein. Er kommt ebenso wie die mit der Wechselwirkung zwischen Gebautem und Sozialem beschäftigte Architektin und Dozentin Eva Lingg-Grabher selber aus einer Siedlung.

Alte Qualitäten gewürdigt

„Ich gehe viel spazieren und entdecke dabei immer wieder viele Qualitäten, die heute so nicht mehr möglich sind“, führte Lins im Hinblick auf die extrem gestiegenen Grundstückspreise aus. Durch Nachverdichtungen in Form von Anbauten oder Aufstockungen könne besser genutzt werden, was schon vorhanden sei. Am Beispiel der Siedlung Pfarrer-Weißhaar/Kreuzäcker bekamen die Teilnehmer des Spaziergangs gezeigt, wie Privates und Gemeinschaftliches teils in einander übergehen. Lingg-Grabher berichtete von den verschiedenen Wohnformen und dem Anteil von 30 Prozent Einpersonenhaushalten. Auf die verbindende Grünraumgestaltung der alten und die Einbeziehung der ersten zwei von fünf neuen Vogewosi-Bauten in der Nachbarschaft kamen die Landschaftsarchitekten Elisabeth Gruber und Alexander Haumer zu sprechen.

Im Zuge der Beantwortung mehrerer Fragen erinnerte sich der Tostner Ortsvorsteher Manfred Himmer auch an den Siedlungsbeirat, der zur Bewältigung von größeren Problemen eingerichtet wurde, mittlerweile aber nicht mehr existiert. Im zweiten Teil des Spaziergangs ging es in die Siedlung am Riedteilweg. AME

Bgm. Wolfgang Matt, Architekt Mario Lins, OV Manfred Himmer, Stadtbaumeister Gabor Mödlagl, Stadtplanungsmitarbeiterin Sabina Danczul, StR. Nathalie Koch und Architektin Eva Lingg-Grabher. AME
Bgm. Wolfgang Matt, Architekt Mario Lins, OV Manfred Himmer, Stadtbaumeister Gabor Mödlagl, Stadtplanungsmitarbeiterin Sabina Danczul, StR. Nathalie Koch und Architektin Eva Lingg-Grabher. AME
Die Tostnerinnen Sylvia Oswald, Aita Wittmann und Margot Hummer.
Die Tostnerinnen Sylvia Oswald, Aita Wittmann und Margot Hummer.
Elisabeth Gruber, Alexander Haumer und Stadtplanerin Brigitte Noack.
Elisabeth Gruber, Alexander Haumer und Stadtplanerin Brigitte Noack.

Der Entwicklungsprozess wird heute, Dienstag, 18. Oktober, ab 18 Uhr mit einer Bevölkerungsveranstaltung in der Volksschule Tosters fortgeführt.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.