Schluss mit Schönheitsidealen

Vorarlberg / 18.10.2022 • 21:20 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Poetryslamerin Luna Levay bei der Eröffnung im Landhaus.
Poetryslamerin Luna Levay bei der Eröffnung im Landhaus.

Verein Amazone aus Bregenz räumt mit den Gender-Impulstagen mit jeglichen Normen auf.

bregenz Die Gender-Impulstage wurden mit einem Text der Poetryslamerin Luna Levay eröffnet: „Ich will nicht mehr dankbar sein dafür, dass mein Geschlecht minderwertiger betrachtet wird.“ Zum 14. Mal findet die Fachtagung des Vereins Amazone statt. Das Motto lautet „Everybody is perfect“ – jeder ist perfekt.

Bei den Gender-Impulstagen geht es um Bodyismus, die Diskriminierung von Menschen aufgrund vorherrschender Schönheits- und Körpernormen, Schönheitsidealen sowie der gesellschaftlichen Vorstellung, wie eine Frau sein und aussehen sollte. Heuer dreht sich alles um das Thema Körper, mit dem wir täglich konfrontiert werden.

„Die Themen wurden in der Jugendarbeit der Amazone im Rahmen des Programmes ,Body Revolution` diskutiert und reflektiert“, schildert Levay. Die Fachtagung bietet eine intensive, persönliche Auseinandersetzung mit diesen Thematiken. Es sind Sachen, die Jugendliche beschäftigen. Diese wurden in eine Ausstellung eingearbeitet. Darunter geht es um das eigene Körpergewicht, Bilder in den sozialen Medien oder Werbungen und Verachtung – von Menschen, die anders aussehen. „Es ist sehr schön gemacht worden. Sie haben sich was einfallen lassen“, sagt Besucherin Christine Fetz von Integra Vorarlberg. Ihre Kollegin Julia Colleoni fügt noch hinzu: „Es ist sehr praktisch und anschaulich gemacht für Jugendliche. Das Wichtigste wurde gut erläutert.“ Deswegen gibt es die Gender-Impulstage, um sich mit Themen, die einen beschäftigen oder mal beschäftigt haben, auseinanderzusetzen. „Durch Jugendarbeit wird klar, wie viel in diesem Hinblick zu tun ist“, meint Angelika Atzinger, Geschäftsführerin vom Verein Amazone.

Am Nachmittag ging das Programm weiter mit Workshops. Den ersten Vortrag hielt die Autorin Magda Albrecht – über Gewichtsdiskriminierung als sozialpädagogische Herausforderung. Danach folgte Sozialpsychologin Bernadette Möhlen mit ihren Ausführungen über inter- sowie trans-Körper. VN-PEM

Besucherinnen Julia Colleoni (l.) und Christine Fetz: Das, was Jugendliche beschäftigt, wird anschaulich dargestellt.
Besucherinnen Julia Colleoni (l.) und Christine Fetz: Das, was Jugendliche beschäftigt, wird anschaulich dargestellt.
Das Gewicht und die Maße sollten nicht über einen bestimmen.
Das Gewicht und die Maße sollten nicht über einen bestimmen.

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