VN-Stammtisch zur Wahl in Höchst

Vorarlberg / 18.10.2022 • 21:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Gemeindeamt in Höchst. Wer wird dort bald als neuer Chef bzw. neue Chefin einziehen?VN/Steurer
Das Gemeindeamt in Höchst. Wer wird dort bald als neuer Chef bzw. neue Chefin einziehen?VN/Steurer

Alle vier BürgermeisterkandidatInnen sind bei der Diskussion am Podium vertreten.

Höchst In Höchst beginnt ab dem 13. November eine neue Zeitrechnung. Nach dem überraschend frühen Rücktritt des bereits abgetretenen Bürgermeisters Herbert Sparr (63) sucht die 8000-Einwohner-Gemeinde einen neuen Ortschef bzw. eine neue Ortschefin.

Geplant war der Rückzug Sparrs vor Hälfte der Legislaturperiode nicht. Private Umstände und politische Scharmützel wegen Vorgängen bei der Kinder- und Schülerbetreuung haben Sparr jedoch zu diesem Schritt bewogen.

Streit wegen Kinderbetreuung

Im Mittelpunkt der Kritik steht Heidi Schuster-Burda (55), die interimsmäßige Gemeindechefin, die Sparr nach seinem Pensionsantritt Anfang dieses Monats im Amt beerbte. Laut Opposition soll sie im Bereich Kinderbetreuung eigenmächtige Entscheidungen getroffen haben, welche nicht nur die anderen Parteien verärgert hatten, sondern auch Mitglieder ihrer Fraktion und Geldgeber Gerhard Blum, Seniorchef des Beschlägeherstellers Blum, der die private Betreuung mit namhaften Beträgen unterstützte.

Heidi Schuster-Burda zieht für die ÖVP ins Bürgermeister-Rennen. Ihre Konkurrenten sind allesamt Männer: Stefan Übelhör (42) von der Fraktion Höchste Zeit, Grüne, Robert Blum (33) von der FPÖ und der junge Neos-Kandidat Jan Fausek (24).

Mehrere Themen

Während Übelhör, Blum und Fausek unisono eine bessere politische Kultur im Ort fordern und jeder von ihnen Bürgermeister werden will, wehrt sich Schuster-Burda gegen die Vorwürfe. Sie sei seit 22 Jahren in der Gemeindepolitik und habe nie zuvor derartiges erlebt. Sie verweist auf die vielen anderen Herausforderungen, vor denen Höchst stehe und die es anzugehen gelte.

Tatsächlich gibt es einige Aufgaben, denen sich die Gemeinde künftig stellen muss. Dazu zählt der Wohnbau durch den zu erwartenden Zuzug, das Gemeindezentrum, die Verkehrssituation, Bildung, soziale Herausforderungen.

Publikum involviert

Die drei Kandidaten und die eine Kandidatin stellen sich am Freitag, den 4. November, von 18.30 bis 20 Uhr zur Diskussion. Der VN-Stammtisch findet im Pfarrsaal statt. Wie immer bei VN-Stammtischen sind die Besucher eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen und den Akteuren am Podium Fragen zu stellen. VN-HK

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.