Eislaufen bleibt trotz Energiekrise möglich

Vorarlberg / 19.10.2022 • 17:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Eislaufen ist ein relativ günstiger Wintersport, aber sehr energieintensiv. VN/STEURER
Eislaufen ist ein relativ günstiger Wintersport, aber sehr energieintensiv. VN/STEURER

Auch diesen Winter öffnen Vorarlbergs Eislaufplätze trotz Energiekrise.

HARD, HOHENEMS, RANKWEIL Das Bangen um die diesjährige Eislaufsaison hat ein Ende. Trotz Energiekrise, wärmeren Wintern und Ungewissheit in der Corona-Frage kann der Betrieb auf den Eislaufplätzen heuer wie gewohnt starten. Das Eislaufen stellt für viele eine günstige Alternative zu anderen Wintersportarten dar und übernimmt somit eine wichtige gesellschaftliche Funktion.

Erschwingliche Tarife

Auch heuer ist für das Vergnügen auf Kufen kein böses Erwachen an der Kasse zu erwarten, im Gegenteil: In Rankweil bleiben die Preise für die Familiensaisonkarte (95,80 Euro) und den Schülertarif (1,50 Euro) auf dem Vorjahresniveau. „Die restlichen Preise werden lediglich indexangepasst“, so Karin Böhler von der Gemeinde Rankweil. Erich Lindner, Geschäftsführer der Harder Sport- und Freizeitanlagen, teilte diesbezüglich mit, dass es keine Preiserhöhungen für die kommende Saison geben wird.

Energieersparnisse schwierig

Auf die Frage der VN, ob die Eislaufplätze Energiesparmaßnahmen treffen werden, antwortet Lindner: „Sorgsamster Umgang mit Energie für die Kälteerzeugung, Eisbereitung und Beleuchtung stand bei uns immer schon an oberster Stelle. Daher wird es für den üblichen Eislaufbetrieb sehr schwer werden, weitere Einsparungen zu erzielen.“

Ein Kunststoffbelag, der Eislaufen energiesparender und wetterunabhängiger ermöglichen könnte, ist nicht eingeplant. Ein solcher Belag wird beispielsweise auf dem diesjährigen Dornbirner Weihnachtsmarkt verwendet. „Wir haben in den vergangenen Jahren bereits mehrere Eislaufflächen aus Kunststoff angesehen und getestet. Für unseren Eislaufplatz mit Normmaßen gab es bislang noch kein Material, das die notwendige Eignung und Zulassung für einen Eishockeymeisterschaftsbetrieb aufweist“, so Lindner.

Wetterabhängige Saisondauer

Auf der Kunsteisbahn Gastra peilt man den 7. November für den Saisonstart an. Bei zu hohen Temperaturen oder Schlechtwetter könne es allerdings zu entsprechenden Verzögerungen kommen. In jedem Fall rät Böhler, sich im Voraus auf der Website der Marktgemeinde zu informieren. In Hard wird der Publikumslauf wie gewohnt am 26. Oktober starten. Bei guten Wetterbedingungen könne man aber auch schon einige Tage davor Eishockey spielen, informiert Lindner. Für das Frühjahr behält man sich vor, bei zu warmem Wetter die Saison frühzeitig zu beenden. VN-RWI

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