Kurz hält Schmid für unglaubwürdig

Vorarlberg / 19.10.2022 • 22:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Ex-Kanzler bezeichnete die Vorwürfe als absurd.APA
Der Ex-Kanzler bezeichnete die Vorwürfe als absurd.APA

Wien Thomas Schmid hat seinen Status als Persona non grata in der ÖVP einzementiert. Seine Aussagen belasten Ex-Kanzler Sebastian Kurz schwer. Unter anderem betonte der einst hochrangige Finanzbeamte und ÖBAG-Chef, dass er von Kurz beauftragt wurde, mit Steuergeld finanzierte geschönte Umfragen in Umlauf zu bringen. Kurz bestreitet das. Am Mittwoch meldete er sich zu Wort: „Thomas Schmid versucht den Kronzeugen-Status zu erlangen, indem er Anschuldigungen gegen andere, unter anderem gegen mich, erhebt, um selber straffrei auszugehen. (…) Obwohl von Thomas Schmid (…) jeder Lebensbereich in Chatnachrichten voll dokumentiert ist, sind interessanterweise genau zu diesen Anschuldigungen (…) keine einzigen zu finden.“ Die Glaubwürdigkeit der Aussagen gehöre hinterfragt. Die Vorwürfe seien absurd. „Es wird (…) behauptet, ich hätte auf das Budget des Finanzministeriums zugegriffen, weil ich keine anderen (…) Mittel für Meinungsforschung gehabt hätte.“ Das stimme nicht, zumal er große Budget im Außenministerin, bei der Jungen ÖVP und der Politischen Akademie – später auch als ÖVP-Chef – zu verantworten hatte. „Was hätte es für einen Sinn gemacht, einige Zehntausend Euro pro Jahr im Finanzministerium zu veruntreuen?“ Er freue sich darauf, seine Unschuld zu beweisen. Laut früheren Ermittlungsakten beträgt der Schaden in der Inseratenaffäre bis zu 1,3 Millionen Euro. Es gilt die Unschuldsvermutung. VN-ebi

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