Schützenhaus Rheintal ist auf Schiene

Vorarlberg / 21.10.2022 • 15:44 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
So soll das neue Schützenhaus aussehen, wenn es fertig ist. Voraussichtlich Ende 2023 können Jäger und Sportschützen darin trainieren.bvs (1), Schützengilde
So soll das neue Schützenhaus aussehen, wenn es fertig ist. Voraussichtlich Ende 2023 können Jäger und Sportschützen darin trainieren.bvs (1), Schützengilde

In Lustenau entsteht ein topmodernes Heim für Sportschützen wie für Jäger.

Lustenau Es lässt sich bereits anhand der Baustelle erahnen, welch eindrucksvolles Gebäude entsteht. Bei der Feldrast, dem bisherigen Standort der Schützengilde Lustenau entlang der Schnellstraße zwischen Dornbirn und Lustenau wurde bereits vor eineinhalb Jahren der in die Jahre gekommene Schießstand abgebrochen. Wegen der von den Anrainern geforderten Schießzeitenbeschränkungen musste der angedachte Neubau umgeplant werden. Nun sind seit Sommer die Bauarbeiten im Gang für ein Schützenhaus, bei dem die Jäger und Sportschützen unter besten Bedingungen trainieren können.

Ein Mekka für Schießbegeisterte

Beim neuen Schützenhaus, das voraussichtlich Ende 2023 fertiggestellt sein wird, finden sich beste Bedingungen für die Ausübung des Schießsports. „Das gesamte Gebäude ist eingehaust. Das bedeutet, von außen ist nichts zu hören“, sagt Heinz Hagen, Obmann der Schützengilde in Lustenau. Das Haus soll für alle Schützen, Jäger und Interessierte einen Ort bieten, an dem sie der Leidenschaft des Schießsports unter technologisch modernsten Voraussetzungen nachgehen können.

Kooperation mit Jägerschaft

In Vorarlberg gibt es rund 2800 Jäger, doch kaum einen Platz, an dem sie mit der Waffe üben und sich weiterbilden können. „Schon vor einigen Jahren hat die Schützengilde zusammen mit der Jägerschaft Gespräche über eine Kooperation geführt. Sie verlegen ihre Geschäftsstelle in das neue Schützenhaus“, sagt Hagen. Die Partnerschaft mit den Jägern bezeichnet er als Win-win-Situation. „Der Jäger kann den Umgang mit der Waffe in einem professionellen Umfeld üben, um eine bessere Treffsicherheit zu erreichen. Nur so ist eine weidgerechte Jagd sichergestellt“, erklärt der Obmann.

Schießbahnen und Schießkino

Im neuen Schützenhaus wird es 20 Pistolenstände auf jeweils 25 Meter Distanz, zehn Kleinkaliberstände auf 50 Meter sowie im Winterbetrieb 13 Luftgewehr- und Luftpistolenstände geben. Der jagdliche Bereich besteht aus vier Jagdständen zu 100 Metern, einem laufenden Kipphasen für den Schrotgewehrschuss und einem laufenden Keilerstand auf 50 Meter.

Moderner Schießsimulator

Ein Highlight werde das Schießkino beziehungsweise der Schießsimulator darstellen, bei dem verschiedenste sportliche und jagdliche Szenen auf zwei Leinwände projiziert werden können. Dank einer Computersoftware sei für den Trainierenden ersichtlich, wie und wo er seine Fähigkeiten noch verbessern kann.

Bereits vor 14 Jahren haben die Schützen mit der Planung begonnen. Die gesetzlichen Vorschriften und Normen haben sich in diesem Zeitraum mehrmals verändert. Nun hat der Bau endlich beginnen können. Die Kosten für das neue Schützenhaus belaufen sich auf circa vier Millionen Euro. 666.000 Euro übernimmt die Gemeinde, nochmals einen so hohen Betrag erhofft sich die Schützengilde vom Land Vorarlberg. „Einen weiteren Teil können wir durch die Partnerschaft mit den Jägern abdecken.“ Doch sie benötigen noch Gönner und Sponsoren, die das Schützenhaus finanziell unterstützen. „So ein Schützenhaus wie unseres ist einzigartig in einem Umkreis von mehreren Hundert Kilometern“, sagt Hagen. Bvs

Eine Photovoltaikanlage ist auf dem begrünten Dach geplant.
Eine Photovoltaikanlage ist auf dem begrünten Dach geplant.
Der Obmann der Schützengilde, Heinz Hagen, besucht regelmäßig die Baustelle des neuen Schützenhauses.
Der Obmann der Schützengilde, Heinz Hagen, besucht regelmäßig die Baustelle des neuen Schützenhauses.

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