Unscheinbarer, aber lohnender Gipfel

Vorarlberg / 21.10.2022 • 17:47 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vom Gipfel sieht man auf die Schweiz, Liechtenstein, Rankweil und Feldkirch.Oliver Ihring, VN/JUN
Vom Gipfel sieht man auf die Schweiz, Liechtenstein, Rankweil und Feldkirch.Oliver Ihring, VN/JUN

Die letzte Wanderung in diesem Jahr: Von Viktorsberg geht es auf den First.

Viktorsberg Das Ende der diesjährigen Wanderserie bildet der First. Der unscheinbare Gipfel steht im Rheintal in direkter Nachbarschaft zur Hohen Kugel und ist 1640 Meter hoch. Los geht es vom Wanderparkplatz in Viktorsberg oberhalb der Kirche. Wir hatten an dem Tag von Wolken, Regen über Wind bis zur Sonne alles, was das Wetter zu bieten hat. Aufgrund des Regens am Vortag waren die Wanderwege, die über Wiesen und Wurzeln führen, teils sehr rutschig und matschig.

Nachdem wir eine Kuhweide durchquert haben, gelangen wir weiter oben in einen Mischwald. Auf laubbedeckten Wegen, mal breit, mal schmal, geht es den Bergwald empor, immer in Richtung Treiet/First. Erst als sich dieser lichtet und man auf der Alpe Almein steht, hat man den ersten Ausblick auf das Rheintal, den Alpstein und Rätikon. Auf der Letze geht es ein Stück gemächlicher zu, eine Bank lädt zur ersten Rast ein. Pferde verbringen hier ihre letzten Sommertage, bevor es auch für sie runter ins Tal geht. Typisch für den Herbst ist das Nebelmeer im Tal, das sich auch an diesem Tag zeigt.

Wir tauchen wieder in den Wald ein, steigen über Wurzeln und marschieren über eine kleine Lichtung, wo wir im Übrigen etliche Pilze finden. Und wieder geht es durch den Nadelwald, bis wir weiter oben das Gipfelkreuz erspähen. Die letzten paar Meter gehen wir über eine Wiese bis zum Kreuz. Der Blick reicht vom Hohen Freschen bis zu den Drei Schwestern, vom Hohen Kasten bis zur Hohen Kugel.

Lange bleiben wir nicht oben, da es just in dem Moment anfangen muss zu regnen. Also steigen wir zunächst über den Wiesenhang zum Treiet ab und folgen dem Schild Richtung Fraxern. Wir laufen über Wiesen hinunter zum Güterweg, der auch von vielen Bikern genutzt wird. An der nächsten Kreuzung steht Viktorsberg angeschrieben.

Nach kurzer Zeit auf dem Güterweg zweigen wir wieder auf den Wiesenpfad ab (nicht dem Wegweiser Richtung Letze folgen). Es ist eine matschige Angelegenheit gewesen. An Bächen vorbei und über diese drüber kommen wir zur Fadratza, von dort geht es wieder in den Wald, wo man den Weg teilweise vor lauter Laub nicht sieht. Über die Schattenwand und den Bülsweg geht es nach Viktorsberg. VN-JUN

Beim Abstieg hat man immer wieder schöne Ausblicke.
Beim Abstieg hat man immer wieder schöne Ausblicke.
Der Hohe Freschen (hinten) mit einem rötlichen Vorgipfel.
Der Hohe Freschen (hinten) mit einem rötlichen Vorgipfel.

First

Gehzeit 4,5 bis 5 Stunden

Kilometer 12

Höhenmeter 950

Erweiterung Hohe Kugel

Sonstiges gelb-weiß und rot-weiß markierte Wiesenpfade und Wurzelwege, nach Regenfällen teils sehr matschig

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