Corona-Abwassermonitoring wird ausgebaut

Vorarlberg / 25.10.2022 • 18:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Damit sind regionale Unterschiede besser zu erkennen.

wien Das nationale Corona-Abwassermonitoring wird ausgebaut. In Zukunft werden 48 statt den bisher 24 Kläranlagen untersucht, gab das Gesundheitsministerium am Dienstag bekannt. Kritik kam im Sommer vom Virologen Andreas Bergthaler, dass nach dem Reduzieren der PCR-Tests auch das Überprüfen von Kläranlagenproben auf Corona durch das Auslaufen des Schulstandortmonitorings zurückgefahren wurde. Der Ausbau erfolgt nun in den kommenden Wochen bzw. Monaten.

Keine Reduktion im Land

Vorarlberg hat schon vor längerem beschlossen, die Kläranlagen nicht zu reduzieren, sondern es bei sechs zu belassen. Auch die Auswertung der Abwasserproben wird ab Dezember in die eigene Hand genommen. Im Rahmen des Schulstandortmonitorings wurden über das Schuljahr hinweg österreichweit aus mehr als 100 Kläranlagen mit Schulen im Einzugsgebiet zweimal pro Woche Proben entnommen, um einen Überblick über das lokale Infektionsgeschehen bzw. Mutationen zu erhalten. Nach dem Auslaufen dieser Schiene mit Ende des Schuljahres ging nur das nationale Abwassermonitoring des Gesundheitsministeriums weiter, das bisher die 24 größten Kläranlagen Österreichs umfasste.

Damit konnte die Virusausscheidung von rund 52 Prozent der Bevölkerung abgebildet werden. In Zukunft werden 59 Prozent durch das Abwassermonitoring abgedeckt. Laut Ministerium ermöglicht der Ausbau auf 48 Kläranlagen eine feinere Untergliederung und Aufschlüsselung der Regionen innerhalb Österreichs. Damit können regionale Unterschiede noch genauer erkannt und unabhängig vom Testverhalten der Bevölkerung erhoben werden. Diese Informationen stellen laut Rauch eine wichtige Säule zur Bewertung der epidemiologischen Gesamtsituation dar.

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