Corona noch kein Spielverderber

Vorarlberg / 25.10.2022 • 18:29 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ihn erwischte Corona: Reinhard ­Sepp VN/Lerch
Ihn erwischte Corona: Reinhard ­Sepp VN/Lerch

Distance Learning und geschlossene Bildungsstätten waren bisher kein Thema.

BREGENZ „Wir hatten es eng“, räumt Gerd Neururer (59), Direktor an der Mittelschule Lustenau-Rheindorf ein. Der Schulleiter spricht von der vergangenen Woche. „Da fielen mir gleich acht Lehrer auf einmal wegen einer Covid-Infektion aus.

Nur unter Nutzung aller Ressourcen gelang es uns, den Schulbetrieb aufrechtzuerhalten.“ Jetzt habe sich die Situation wieder entspannt. „Derzeit sind noch drei Kollegen wegen einer Corona-Infektion im Krankenstand. Das lässt sich verkraften“, ergänzt er. Vergeblich versuchte er herauszufinden, warum ausgerechnet an seiner Schule das Virus im Kollegium so massiv in Umlauf kam. Denn unter den vielen Schülern gab es in den ersten Schulwochen praktisch keine Infektionen.

Kaum Probleme

An anderen Schulen war Corona kaum Thema. „Coroana hat bisher keine Probleme verursacht“, darf sich etwa Christoph Jagg, Direktor der Volksschule Hohenems Schwefel vermelden. „Nur vereinzelt wurden Kinder positiv getestet. Wir haben zu Schulbeginn freiwillige Tests durchgeführt. Die ergaben insgesamt nur ein positives Resultat. Auch im Lehrkörper hatten wir nur einen Infektionsfall. In Summe bin ich echt froh, dass nicht mehr passiert ist“, drückt der Schulleiter seine Erleichterung aus. Nicht viel anders die Situation am BRG/BORG Dornbirn Schoren. „Es gab ein paar Fälle von positiv getesteten Personen. Ich war einer davon“, erzählt Direktor Reinhard Sepp. Man sei insgesamt jedoch weit weg gewesen von Masken- und Testpflicht. „Es scheint so, als sei Corona jetzt halt eine Krankheit wie viele andere. Freilich wisse man nie, wie die weitere Entwicklung aussehe. „Das Schuljahr haben wir jedenfalls so geplant, als spiele Corona keine Rolle mehr. Dazu gehören auch die Skiwochen für insgesamt zehn Klassen, für die wir bereits Quartiere in Lech, Tschagguns und Damüls gebucht haben“, berichtet Sepp.

55.444 Tests

Insgesamt 55.444 Tests wurden an sämtlichen Schulen in Vorarlberg bisher durchgeführt. Es gab 138 positive Ergebnisse. Von 43.910 getesteten Schülerinnen und Schüler waren 104 positiv. 11.534 Proben wurden beim Personal (Lehrer und Verwaltung) gezogen, davon waren 34 positiv. „Ich finde diese Bilanz sehr erfreulich“, kommentiert Andreas Kappaurer, pädagogischer Leiter der Bildungsdirektion Vorarlberg, die Zahlen.

Die Kommunikationsleiterin der Bildungsdirektion Elisabeth Mettauer Stubler gibt sich etwas zurückhaltender. „Man darf natürlich nicht außer acht lassen, dass die Tests freiwillig waren. Wir wissen nicht wirklich, wie viele sich angesteckt haben. Was jedoch absolut positiv stimmt: Es gab keine geschlossenen Schulen, kein Distance Learning. Der Schulbetrieb lief ohne dramatische Unterbrüche.“ VN-HK

„Wir hatten bei uns acht kranke Lehrer. Den Schulbetrieb konnten wir aufrechterhalten.“

Corona noch kein Spielverderber

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