SoFi sorgt für Begeisterung

Vorarlberg / 25.10.2022 • 19:49 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Lisa nahm Hund Camillo zum Sofi-Schauen auf den Zanzenberg mit.AP
Lisa nahm Hund Camillo zum Sofi-Schauen auf den Zanzenberg mit.AP

Die Sonnenfinsternis war auch in Vorarlberg gut zu sehen.

Schwarzach Es war das Himmelsspektakel des Jahres. Wer es verpasst hat, muss bis Ende März 2025 warten. Die partielle Sonnenfinsternis (umgangssprachlich kurz: SoFi), die am Dienstag über Europa, Nordafrika und Westasien zu sehen war, hat auch in Österreich viele Beobachter begeistert. Die exakten Zeiten und der genaue Grad der Verfinsterung variierten von Ort zu Ort. In Vorarlberg schob sich der Mond ab 11.15 Uhr von links oben vor die Sonne. Rund eine Stunde später waren rund 20 Prozent der Sonnenscheibe bedeckt und damit das Maximum erreicht. Um 13.12 Uhr gab der Mond die Sonne wieder frei.

Die Voraussetzungen zur Beobachtung waren nahezu perfekt. Einschränkungen beim Blick nach oben musste man lediglich im Salzkammergut, im Salzburger Flach- und Tennengau oder im Inn- und Mühlviertel in Oberösterreich hinnehmen, teilte die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) mit. Da sich die Bedeckung in engen Grenzen hielt, wurden, im Gegensatz zu einer totalen Finsternis, kaum Temperaturänderungen gemessen.

Eindrücklich

Die Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) bezeichnete die SoFi als Höhepunkt des heurigen Astronomiejahrs. Auch der Bludenzer Astronom Robert Seeberger zeigte sich begeistert: „Es ist ein eindrückliches Erlebnis, so etwas zu sehen. Die Sonne war am Dienstag gerade 400-mal größer als der Mond und gleichzeitig 400-mal weiter entfernt. Darum passte die Mondscheibe von uns aus gesehen vor die Sonnenscheibe.“

Die nächste Sonnenfinsternis über Österreich bahnt sich am 29. März 2025 an. In den Jahren 2026 bis 2028 steht laut WAA allerdings in der weiteren Umgebung ein „Triple“ an derartigen Himmelserscheinungen ins Haus. Über Spanien sind in diesem Zeitraum zwei totale Sonnenfinsternisse und eine ringförmige Sonnenfinsternis zu beobachten. Einen „Hype“ wird es voraussichtlich um das Ereignis Anfang August 2027 geben, wenn eine rund sechseinhalb Minuten dauernde Totalität auch in der einstigen Pharaonenstadt Luxor in Ägypten sichtbar ist.  Österreich hat eine totale SoFi erst wieder im Jahr 2081 im Programm.

Die verdeckte Sonne über Hohenems. Stipi
Die verdeckte Sonne über Hohenems. Stipi
Begeisterte Beobachterin in Mazedonien. AP
Begeisterte Beobachterin in Mazedonien. AP
Das Planetarium in Hamburg lud auf die Aussichtsterrasse. APA
Das Planetarium in Hamburg lud auf die Aussichtsterrasse. APA

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