Wie früher das Wasser im Klostertal genutzt wurde

Vorarlberg / 25.10.2022 • 16:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Zeitzeugen erzählten von ihren Erfahrungen mit Wasser. DOB
Die Zeitzeugen erzählten von ihren Erfahrungen mit Wasser. DOB

Erzählcafé zum Thema „Wasser“ im Klostertal Museum.

Wald a. a. Bei Kaffee und Kuchen trafen sich Zeitzeugen im Tenn des Klostertal Museums. Sie plauderten über das Thema „Wasser“ beim Erzählcafé. Wie wurde früher das Wasser ins Haus geleitet? Wie wurde das Wasser gewonnen und genutzt? Gab es im Klostertal Hochwasserereignisse und Murenabgänge? Christof Thöny, Obmann des Museumsvereins Klostertal, leitete die redseligen Zeitzeugen durch den Nachmittag. Mit sogenannten „Tüchel“, eine Konstruktion aus ausgehöhlten Baumstämmen, wurde damals das Wasser von der Quelle bis zum Haus geleitet.

Die Wassernutzung früher war nicht so ausgiebig wie es jetzt ist. „Es musste Wasser gespart werden, es war sehr mühsam, Wasser ins Haus zu bringen“, erzählten die Anwesenden.

Was Donnerwettersägen sind

Im Winter konnte es sogar sein, dass das Wasser im „Tüchel“ fror und somit war der Wasserfluss durchbrochen. Bezüglich der Wassernutzung kamen dann die Sägen im Tal zur Sprache. Es gab auch „Donnerwettersägen“, die am besten funktionierten, wenn es viel regnete und die Bäche viel Wasser lieferten. Auch kleine Kraftwerke im Tal verteilt wurden installiert und lieferten somit Strom. Bezüglich der Naturkatastrophen erzählten die Zeitzeugen von Hochwassern und Murenabgängen, insbesondere in Klösterle und Braz.

Mit der Exkursion „Geologische Besonderheiten des Lechquellengebirges“ mit anschließendem Vortrag und Präsentation einer Schriftenreihe über die pollenanalytische Untersuchungen eines Flachmoors bei Stuben am Arlberg-Pass mit Joschi Kaiser wird das diesjährige Museumsjahr im Klostertal Museum beendet. DOB

Christof Thöny leitete das Erzählcafé.
Christof Thöny leitete das Erzählcafé.

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