Entwicklungsschritt für Fußacher Dorfzentrum

Vorarlberg / 28.10.2022 • 16:04 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Wichtiger Mosaikstein der Zentrumsplanung ist die Revitalisierung der Alten Ach. Damit soll der Natur Raum gegeben werden.
Wichtiger Mosaikstein der Zentrumsplanung ist die Revitalisierung der Alten Ach. Damit soll der Natur Raum gegeben werden.

Rund 100 Interessierte beteiligten sich an der Diskussion um die Zukunft des Zentrums.

Fußach Die Entwicklung des Fußacher Zentrums fristete viele Jahre ein Dornröschen-Dasein, es fehlte an gesamtheitlichen Visionen und Tempo beim Entwicklungsprozess. Jetzt hat dieses Thema jedoch Fahrt aufgenommen – und der Einladung zur Mitgestaltung waren rund 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger gefolgt, um ihre Ideen und Anregungen einzubringen.

Weichenstellungen laufen

Grundsätzlich wollen die Gemeindeverantwortlichen mit der Bevölkerung ein Gesamtkonzept entwickeln, statt über Einzelprojekte zu diskutieren. Ein erster Meilenstein auf diesem Weg war der einstimmige Beschluss, die Sporthalle aus dem Zentrum ins Gelände bei der Sportanlage Müss zu verlegen. Das eröffnet nicht nur für die Sporthalle mehr Möglichkeiten zur Gestaltung, es schafft auch im Zentrum mehr Gestaltungsspielraum.

In einem zweiten Schritt wurde ein kooperatives Planungsverfahren beschlossen. Diese Vorgangsweise hat den Vorteil, dass die Planungsbüros mit ihren Ideen nicht in einen Wettstreit treten, sondern gemeinsam an einer Lösung arbeiten und die besten Ideen in die Planung einfließen können.

Dabei ist die Einbindung der Bevölkerung unabdingbar, denn die Zentrumsplanung soll sich nicht nur auf die Gestaltung des öffentlichen Raumes beschränken, auch die Anrainer sollen sich in das Gesamtkonzept einbringen. Stefan Niederer, Obmann Ausschuss Dorfentwicklung und Raumplanung: „Betroffene werden von Anfang an integriert und können ihre Interessen und Anregungen laufend in den Planungsprozess einbringen. Das ist das wesentliche Element des Verfahrens und dies schafft in der Regel eine breitere Akzeptanz für das Ergebnis. Gerade bei Großprojekten ist eine möglichst breite Akzeptanz ein wichtiger Aspekt. Die Ergebnisse – der Gestaltungs- oder Masterplan – des kooperativen Planungsverfahrens dienen als Grundlage für die weiteren detaillierten Umsetzungsschritte.“

Plattform erweitern

Die Gemeinde ist bemüht, diese Plattform zu erweitern und noch mehr Fußacherinnen und Fußacher in den Planungsprozess zu integrieren. Mit der Präsentation eines ­Zwischenberichts wurde ein wichtiger Schritt in diese Richtung getan.

Dazu Niederer: „Wir sind mitten im Prozess, diese Präsentation ist kein fertiges Ergebnis und das wollen wir auch nicht, weil wir die Bürger mit einbinden wollen. Ideen und Anregungen werden aufgenommen und bei Möglichkeit in den Gestaltungsplan mit aufgenommen.“ Die Veranstaltung war ein voller Erfolg, es kamen mehr Besucher als erwartet. Rund 100 Interessierte – sowohl junge als auch alte, bunt gemischt. Das Interesse und die Bereitschaft zur Mitarbeit war groß. Im ersten Teil der Veranstaltung ging es um die Präsentation der ersten Planungsentwürfe und Detaillierungen zu Städtebau, Landschaftsplanung und Verkehr.

Im zweiten Teil wurde die Bevölkerung zu obigen Themen zur Mitarbeit aufgefordert. Dabei kamen viele Ideen und Wünsche auf den Tisch. Sie wurden gesammelt und werden nun auf Plausibilität und Realisierbarkeit geprüft. Bei diesem Prozess spielt auch die angedachte Revitalisierung der Alten Ach eine wichtige Rolle. Damit soll auch der Natur breiter Raum eingeräumt werden. Die Fußach, die über Jahrhunderte eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Gemeinde spielte, wurde durch den Rheindurchstich zum unbedeutenden Rinnsal. Das soll sich jetzt wieder ändern, die aufgewertete Fußach ist als Teil des Naturraums gedacht. STP

Die Fußacher Sporthalle wird in das Areal bei der Sportanlage Müss verlegt. Damit wird Gestaltungsspielraum im Zentrum geschaffen. stp/2
Die Fußacher Sporthalle wird in das Areal bei der Sportanlage Müss verlegt. Damit wird Gestaltungsspielraum im Zentrum geschaffen. stp/2

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