Goaßamat wieder ein Volksfest

Vorarlberg / 28.10.2022 • 15:10 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Kids hatten ihren Spaß auf dem Rücken geduldiger Esel. stp/6
Die Kids hatten ihren Spaß auf dem Rücken geduldiger Esel. stp/6

Besucher trotzten dem Wetter und kamen in Scharen nach Andelsbuch.

Andelsbuch Am frühen Morgen waren die Verhältnisse alles andere als einladend, aber schon die Wetterprognosen machten Hoffnung: Fortschreitende Wetterbesserung war für den Verlauf des Tages angesagt und so meckerten nur die Ziegen über das Wetter, den Besuchern war es egal, sie stürmten wie eh und je die Festmeile im Andelsbucher Zentrum, wo neben Dutzenden Marktständen natürlich auch wieder die Namensgeber des Goaßa­mats warteten. Und nicht nur sie, auch die Noriker waren wieder mit dabei, ebenso Schafe vieler Rassen und für die Kids waren sogar Esel aufgeboten, auf denen ein kurzer Ritt unternommen werden konnte.

Von Minute zu Minute besser

So wie das Wetter, das sich buchstäblich von Minute zu Minute besserte, hellten sich auch die Minen der Marktfahrer auf und schon am späten Vormittag kam sogar immer wieder die Sonne durch, sodass auch der Eiswagen seinen Umsatz langsam hochfahren konnte.

Der Goaßamat, vor über 40 Jahren aus einem nur in Insiderkreisen bekannten Fest der Norikerzüchter entstanden, entwickelte sich so einmal mehr zum größten Volksfest der Region: mehr als 100 Marktstände, dazu die Show der Noriker- und Ziegenfreunde, zu denen sich nun auch die Schafzüchter gesellt haben.

Die Geschichte dieses Events, das alljährlich Tausende Besucher nach Andelsbuch lockt, begann 1949 in Egg. Damals organisierten die Norikerzüchter ihre erste Ausstellung. 1960 übersiedelte sie nach Andelsbuch und war lange eine Veranstaltung für Insider. Das änderte sich 20 Jahre später, als Ziegenfreunde die Idee hatten, zusätzlich zu den Pferden auch Ziegen zu präsentieren. Eine Königsidee, mit den Ziegen wurde die Norikershow zum echten Familienfest aufgewertet. Der Spruch „D’Schübling sind usganga“ unterstrich das große Interesse.

Ziegen sind zurück

In den vergangenen Jahren drohten die Namensgeber des Goaßamats im wahrsten Sinne des Wortes an den Rand gedrängt zu werden. Immer mehr Stände gab es in einer zur Marktmeile angewachsenen L 200 und auch die räumliche Verlegung der Ziegenschau erfolgte vom Zentrum des Geschehens buchstäblich an den Rand der Gemeinde. Nach zwei Jahren Corona-Pause sind die Ziegen wieder zurück: beim Betonei am Ende der Marktmeile. Aber dort waren sie direkt an der Bushaltestelle angesiedelt und der erste Weg der Fahrgäste führte zwangsläufig auf das Ziegengelände. Aufgewertet wurde die Goaßschau durch die Bewertung der Tiere durch eine Fachjury, die die Züchter mit den Plaketten nach Hause schickte. Gleiches erwartete auch die Norikerzüchter, deren Tiere ebenfalls einer kritischen Bewertung unterzogen wurden. Und die Erfolge konnten dann gleich vor Ort an den vielen Verpflegsständen gefeiert werden. STP

Ziegen rücken wieder in den Mittelpunkt „ihres“ Marktes.
Ziegen rücken wieder in den Mittelpunkt „ihres“ Marktes.
Neuerdings zählen auch Schafe zum Goaßamat-Angebot. Schafwolle wird gleich an Ort und Stelle gesponnen.
Neuerdings zählen auch Schafe zum Goaßamat-Angebot. Schafwolle wird gleich an Ort und Stelle gesponnen.
Im Doppelpack zum gut besuchten Markt in Andelsbuch.
Im Doppelpack zum gut besuchten Markt in Andelsbuch.
Große Freude bei Lilli und Eva über die Auszeichnungen für ihre Ziegen.
Große Freude bei Lilli und Eva über die Auszeichnungen für ihre Ziegen.
Bei dem Gedränge fühlt man sich so gleich sicherer.
Bei dem Gedränge fühlt man sich so gleich sicherer.

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