In der Flüchtlingssituation hat die Stadt noch Nachholbedarf

Vorarlberg / 28.10.2022 • 19:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bezüglich Flüchtlingsquartiere sei Nachholbedarf da, sagte Soursos.
Bezüglich Flüchtlingsquartiere sei Nachholbedarf da, sagte Soursos.

Feldkircher Stadträtin Natascha Soursos über Flüchtlinge und Zelte.

schwarzach Seit mehr als einer Woche beschäftigt ein Streit um Flüchtlingszelte Bund und Land. Entgegen Widerständen aus Vorarlberg und der Stadt Feldkirch hat die Bundesbetreuungsagentur BBU diese bei der Polizeischule in Gisingen aufgebaut. Bisher stehen sie weiterhin leer. Bei Vorarlberg LIVE hat sich die grüne Stadträtin Natascha Soursos mit Moderatorin Magdalena Raos über die aktuelle Flüchtlingssituation unterhalten. Dabei erzählte sie, dass sie mit dem Flüchtlingskoordinator der Stadt Feldkirch Kontakt aufgenommen hat. „Es wird alles versucht, dass die drei Zelte nicht belegt werden“, fasste Soursos das Telefonat zusammen. Die Integrationsstadträtin denkt nicht, dass Feldkirch genügend getan hat. Neben dem Schulbrüderheim, das das größte Flüchtlingsquartier in Vorarlberg ist, gibt es in Feldkirch Nachholbedarf. Den Schritt des Bundes kann Natascha Soursos verstehen. Es habe eine Verzögerungstaktik von Seiten der Länder gegeben. „Der Bund hat dies nicht willkürlich gemacht. Es ist zwar Symbolpolitik, aber sie habe Wirkung gezeigt“, sagte die Stadträtin. Container wären zwar im Hinblick auf den Winter beheizbar, aber sie würden nie den Bedarf decken. Kleinere Quartiere sind ihrer Meinung nach besser für die Integration von Flüchtlingen. Was die Ausstattung der Feldkircher Integrationsabteilung betrifft, so „kann man mit einem Budget von 9500 Euro pro Jahr und 70 Stellenprozent keine Integration betreiben“, krisisierte Soursos.

Die Zelte auf dem Grund der Polizeischule in Feldkirch-Gisingen sind bisher noch leer. VN/Rhomberg
Die Zelte auf dem Grund der Polizeischule in Feldkirch-Gisingen sind bisher noch leer. VN/Rhomberg

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