Ungewöhnliche Einsätze am Känzele

Vorarlberg / 30.10.2022 • 22:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Frau aus Wien musste von den Rettern zunächst 15 Meter auf ein Felsband abgeseilt werden. M. Shourot
Die Frau aus Wien musste von den Rettern zunächst 15 Meter auf ein Felsband abgeseilt werden. M. Shourot

Eine Wienerin und ein Lauteracher hielten die Retter auf Trab.

Kennelbach Bergretter und andere Einsatzkräfte mussten am Samstagnachmittag gleich zweimal zum Känzele nach Kennelbach ausrücken. Der Grund war in beiden Fällen recht ungewöhnlich.

Fall eins: Die laut Polizei gut ausgerüstete 39-jährige Wienerin wollte am Nachmittag mit ihrem Begleiter den Klettersteig am Känzele absolvieren. Als sie sich an einem Fixseil hochzog, passierte es. Die Frau renkte sich die linke Schulter aus. Wegen überhängender Bäume war eine Bergung mit dem Hubschrauber nicht möglich. Die Verletzte musste daher zunächst von der Bergrettung 15 Meter auf ein Felsband abgeseilt werden. Von dort konnte sie schließlich von der Crew des Polizeihubschraubers Libelle mit einem 70-Meter-Tau geborgen und anschließend ins LKH Bregenz eingeliefert werden. Im Einsatz standen sechs Mitglieder der Bergrettung Dornbirn, drei Mitglieder der Bergrettung Bregenz, zwei Polizisten, ein Alpinpolizist und die Crew des Polizeihubschraubers.

Fall zwei: Ebenfalls am Nachmittag war eine Familie aus Lauterach mit ihren beiden Hunden auf dem Känzeleweg unterwegs, als einer der Hunde unvermittelt talabwärts rannte, vom Wanderweg abkam und nicht mehr selbstständig zu seinen Haltern zurückkehren konnte, so die Polizei. Beim Versuch den Hund zu bergen, kam einer der Söhne selbst zu Sturz und rutschte 80 Meter einen steilen Abhang hinunter. Da es der junge Mann verletzungsbedingt nicht mehr selbstständig zurück auf den Wanderweg schaffte, wurden die Bergrettung Bregenz und die Alpinpolizei alarmiert, die mit Unterstützung der Libelle-Crew den Verletzten rasch ausfindig machen konnten. Er wurde leicht verletzt.

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