Altach musste ein „e“ abgeben

Vorarlberg / 01.11.2022 • 16:24 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Gemeinde überzeugte unter anderem mit der Renaturierung des Emmebachs.
Die Gemeinde überzeugte unter anderem mit der Renaturierung des Emmebachs.

Bei der e5-Zertifizierung erreichte die Kummenberggemeinde in diesem Jahr 3 “e“ für Energieeffizienz und Klimaschutzmaßnahmen.

Altach trat als Pioniergemeinde bereits 1998 dem e5-Landesprogramm bei und wurde 1999 erstmalig zertifiziert und erhielt damals auf Anhieb zwei „e“. Bei der diesjährigen Zertifizierung überzeugte Altach unter anderem mit der Mobilitätsdrehscheibe und der Renaturierung des Emmebachs – musste am Ende allerdings ein „e“ abgeben und hält somit derzeit bei 3 von 5e.

Ziel ist wieder das vierte „e“

„Ein nachhaltiger Umgang mit unseren Ressourcen, Klimaschutz und Energieeffizienz sind ein Gebot der Stunde. Dieses Denken ist in unseren politischen Gremien und in der Gemeindeverwaltung bereits fest verankert“, freut sich Bürgermeister Markus Giesinger über die Auszeichnung. Dabei musste Altach im Vergleich zur Zertifizierung vor vier Jahren ein „e“ abgeben und liegt derzeit mit 60 Prozentpunkten im oberen Bereich der 3 „e“-Wertung. Ausschlaggebend trotz zahlreicher umgesetzten Projekte, vor allem, das die gesamte Bewertung in den letzten Jahren verschärft wurde. „Wir sind aber guter Dinge und werden in dieser Hinsicht ebenfalls weiter am Ball bleiben“, soll das 4te „e“ wieder zurück an den Kummenberg.

Bei der diesjährigen Zertifizierung überzeugte die Gemeinde Altach unter anderem mit dem Ausbau des Bahnhofs zur Mobilitätsdrehscheibe und der Begegnungszone, sowie der anschließenden Fahrradstraße. Besonders radfreundlich wurde auch die Verordnung zu Tempo 30 im Gemeindegebiet eingestuft – eine gelungene Basis für klimafreundliche und energieeffiziente Mobilität. Dazu werden auch die Renaturierungsarbeiten am Emmebach positiv bewertet. Neben der Schaffung von intakten Gewässerräumen soll dabei auch ein Erholungsraum für die Bevölkerung und die Sicherheit von Siedlungsgebieten geschaffen werden. Der Abschluss ist im Frühjahr 2024 geplant.

Neue Impulse

„Durch das e5-Programm und die daran beteiligten Personen werden neue Impulse gesetzt und viel Bewusstseinsarbeit geleistet“, zeigt Bürgermeister Giesinger weiter auf, dass auch der in Fertigstellung befindliche Kindergarten Kreuzfeld nach ökologischen und energieeffizienten Kriterien mit dem Kommunalen Gebäudeausweis errichtet wird. Das Dach wird begrünt und mit einer rund 60 kWp Photovoltaik-Anlage bestückt. Erdwärmesonden werden den Kindergarten für zwei Kindergartengruppen und vier Gruppen der Kinderbetreuung mit erneuerbarer Wärme versorgen. Damit leistet die Gemeinde Altach weiterhin vorbildliche Arbeit und wird auch weiterhin nachhaltige Projekte umsetzen. MIMA

Der Altacher Bürgermeister Markus Gisinger und das e5-Team der Gemeinde freuen sich über die Auszeichnung.Gemeinde
Der Altacher Bürgermeister Markus Gisinger und das e5-Team der Gemeinde freuen sich über die Auszeichnung.Gemeinde

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