WIGEM-Obmann sieht autofreie Innenstadt als Jahrhundertchance

Vorarlberg / 01.11.2022 • 17:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bregenz Es ist ein Thema, das bewegt: die Fußgängerzone in der Bregenzer Innenstadt. Während die Gegner wie berichtet über 2200 Unterschriften für einen Petitionsantrag gesammelt haben, sieht Clemens Sagmeister im Projekt „eine Jahrhundertchance“.

Der Obmann der Bregenzer Wirtschaftsgemeinschaft (WIGEM) appelliert in einer Stellungnahme zu den jüngsten Entwicklungen an die Politik standhaft zu bleiben. „Stadtplanungsexperten und Beispiele aus dem In- und Ausland geben uns recht: die Stadt der Zukunft gehört nicht mehr den Autos“, ist er sich sicher. Dank der erweiterten Fußgängerzone hätten sich bereits neue Betriebe angesiedelt. Verbesserungspotenzial ortet Sagmeister in der Kommunikation. Die Bevölkerung sei bei der Umsetzung der Fußgängerzone zu wenig eingebunden worden.

Nach Auswertung von Umfrageergebnissen fordert die WIGEM, die über 200 Bregenzer Unternehmen vertritt, nun unter anderem „Zick-Zack“-Zonen am Rand der Fußgängerzone, wo Autos kurz stehenbleiben können. Im Fokus stehen dabei Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Aber auch langfristige Projekte wie eine temporäre Hochgarage oder die Öffnung der Landhausgarage für Bregenzer stehen auf der Liste. Generell wünscht sich Sagmeister in der Diskussion „mehr gesellschaftlichen Weitblick“. Bregenz stehe vor großen Herausforderungen, wie etwa dem Ausbau der Bahnstrecke.

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