Noch schweigen die Schneekanonen in Vorarlberg

Vorarlberg / 02.11.2022 • 10:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In Vorarlberg nahm die Zahl der Schneekanonen über die Jahre zu. Derzeit warten sie noch auf kälteres Wetter. <span class="copyright">VN</span>
In Vorarlberg nahm die Zahl der Schneekanonen über die Jahre zu. Derzeit warten sie noch auf kälteres Wetter. VN

Ihre Zahl nimmt immer weiter zu, derzeit sind sie angesichts der Temperaturen von geringem Nutzen. Doch die Wintersaison rückt näher.

Schwarzach In Zermatt fehlte der Schnee auf den sprichwörtlich letzten Metern, die Abfahrt der Herren blieb im Kies stecken. Auch in Zürs dürfte man mit zunehmender Anspannung auf den Wetterbericht blicken, hier sollen am 12. November Skirennen stattfinden.

In Zürs sollten Mitte November eigentlich Skirennen stattfinden. <span class="copyright">RHomberg</span>
In Zürs sollten Mitte November eigentlich Skirennen stattfinden. RHomberg

Nur, bei teilweise sommerlich anmutenden Temperaturen bleibt der Schnee als Hauptgast aus. Hier helfen auch die 2590 Schneekanonen im Land nicht. Dabei wuchs deren Zahl in den vergangenen Jahren beständig. In der Saison 2008/09 waren es noch 933 Schneekanonen, 2016/17 bereits 1623 und 2018/19 dann 1848 Schneeerzeuger. Zwei Jahre später waren es bereits 2450 Schneekanonen in Vorarlberg. Pro erzeugtem Kubikmeter Schnee benötigt eine moderne Schneekanone ein bis drei Kilowattstunden, gemeinsam sind sie für etwa ein Viertel des Energiebedarfs der Skigebiete verantwortlich.

Immerhin wurden heuer keine weiteren Beschneiungsanlagen bewilligt, erklärt das Land Vorarlberg den VN. Obwohl die meisten Skigebiete seit dem 1. Oktober Schneedepots anlegen dürften, schweigen die Maschinen temperaturbedingt noch.

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Neben der Flexenarena trifft dies auch die Skigebiete im Land. Den Optimismus will man wenige Wochen vor Saisonbeginn noch nicht aufgeben. “Es kann schnell umschlagen und winterlich werden”, sieht Michael Tagwerker von der Fachgruppe der Seilbahner keinen Grund für Panik. “Besser, es ist jetzt warm, als dann Föhnwetter an Weihnachten.”

Noch ist Zeit

“Wenn es in einer bis eineinhalb Wochen kalt wird, kriegen wir das schon hin”, erklärt Betriebsleiter Manuel Sandner von den Seilbahnen Laterns. Nur Föhn dürfe sich dann keiner ankünden. Am Saisonauftakt am 26. November rüttelt man noch nicht.

Knapp 2600 Schneekanonen gibt es in Vorarlberg, doch die Temperaturen sind zu hoch.<span class="copyright"> VN/Lerch</span>
Knapp 2600 Schneekanonen gibt es in Vorarlberg, doch die Temperaturen sind zu hoch. VN/Lerch

Ebenfalls zu den ersten in der Wintersaison zählt meist die Silvretta Montafon. Auch heuer würde man mit Mitte November gern den Betrieb aufnehmen, wenn es das Wetter erlaubt, bestätigt Marketingleiter Thomas Ettenberger.

Mit dem Saisonstart im November bleibt Silvretta Montafon eher der Ausreißer in Vorarlberg. “Sie haben am Hochjoch gute Voraussetzungen dafür, die meisten beginnen jedoch erst Mitte Dezember”, betont Tagwerker. In diesem Kontext müsse man die Beschneiung sehen: Sie soll auf das Weihnachtsgeschäft hin die Pistenverhältnisse sichern, nicht den Saisonstart vorverlegen.

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