Das hat der neue Präsident Bernhard Heinzle mit der AK vor

Vorarlberg / 03.11.2022 • 15:03 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das hat der neue Präsident Bernhard Heinzle mit der AK vor
Bernhard Heinzle gilt jetzt als Speerspitze der Vorarlberger Arbeitnehmervertretung in Feldkirch. VN

Neuwahlen bei 190. Vollversammlung der AK-Vorarlberg in Feldkirch im Mittelpunkt. Bernhard Heinzle übernahm dabei die Funktion an der Spitze der Arbeitnehmervertretung im Land.

Feldkirch Generationswechsel in der Vorarlberger Arbeiterkammer: Bernhard Heinzle wurde bei der jüngsten Vollversammlung zum Nachfolger von Hubert Hämmerle an der Spitze der Arbeiternehmervertretung gewählt. Der einstige GPA-Spitzenvertreter in Vorarlberg durfte sich über Vorschusslorbeeren freuen: 54 der 69 anwesenden Kammerräte schenkten dem Vater zweier Töchter das Vertrauen. Hämmerle zieht sich damit nach 16 Jahren als AK-Präsident zurück.

Hubert Hämmerle (l.) und Bernhard Heinzle. <span class="copyright">Mathis</span>
Hubert Hämmerle (l.) und Bernhard Heinzle. Mathis

“Klimawandel, Teuerung, leistbares Wohnen, steigende Kreditzinsen, leerstehende Betten in den Pflegeheimen. Auf uns warten herausfordernde und spannende Zeiten“, betonte der neue Vorarlberger AK-Präsident Bernhard Heinzle in seiner Antrittsrede. Trotzdem oder gerade deshalb ist es für ihn der richtige Zeitpunkt das Präsidentenamt anzutreten. „Die Arbeiterkammer ist vor allem dann für ihre Mitglieder besonders wichtig, wenn die Zeiten schwierig sind, das hat sich bereits bei der Pandemie gezeigt“, ist Heinzle überzeugt. Schließlich begleite die AK Vorarlberg die Menschen ihr ganzes Arbeitsleben lang. Und die Menschen vertrauen offenbar „ihrer“ AK, das würden Umfragen immer wieder eindrucksvoll belegen.

„Deshalb muss unser gemeinsames Ziel das Wohl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sein. Wir sind der Partner für gemeinsame Lösungen – und das jeden Tag“, versprach Heinzle, der ein „allparteilicher“ Präsident sein will. Er wolle alle in der Vollversammlung vertretenen Fraktionen einbinden, Interessenspolitik stehe für ihn ganz klar vor Parteipolitik. Diese Haltung erwarte er sich auch von den Betriebs- und Kammerräten sowie von den Mitarbeitern in der AK und „ich werde sie auch entsprechend einfordern“, so Heinzle.

Bernhard Heinzle, Bertram Jäger und Hubert Hämmerle. <span class="copyright">Mathis</span>
Bernhard Heinzle, Bertram Jäger und Hubert Hämmerle. Mathis

Alle Fraktionen votierten für AK-Budget 2023

Präsident Heinzle bedankte sich auch bei seinem Vorgänger Hubert Hämmerle, dem es gelungen sei, die AK Vorarlberg zu einen und ihr einen Innovationsschub zu verpassen. Die Arbeiterkammer in Vorarlberg sei eine schlagkräftige, moderne Arbeitnehmervertretung, die ihren Mitgliedern viel Nutzen stifte. Etwas verbinde ihn besonders mit seinem Vorgänger: Sie beide hätten eine Lehre absolviert, waren Betriebsräte und wurden schließlich Präsidenten. Historisches Detail am Rande: Exakt in dieser Woche und an einem Donnerstag vor 53 Jahren wurde Bertram Jäger zum ersten schwarzen AK-Präsidenten Österreichs gewählt.

„Gemeinsam wollen wir die spannenden Aufgaben der nächsten Jahre meistern. Wir sind stets für die Arbeitnehmer im Land da“, unterstrich Heinzle abschließend. Neben dem neuen Präsidenten gibt es mit dem Feldkircher Thomas Jutz (Betriebsratschef König KG) auch einen neuen Vizepräsidenten sowie mit Iris Seewald und Walter Friess zwei neue Vorstandsmitglieder.

Einstimmig beschlossen wurden bei der 190. Vollversammlung auch das Budget für 2023 der AK Vorarlberg in Höhe von 28,36 Millionen Euro.

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