Den Übergang in neue Zeiten gestalten

Vorarlberg / 03.11.2022 • 16:54 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Die Bürgermeister des Tales mit Vertretern des Landes Vorarlberg, den Alt-Obleuten sowie der REGIO-Obfrau Andrea Schwarzmann. Bernd Hofmeister
Die Bürgermeister des Tales mit Vertretern des Landes Vorarlberg, den Alt-Obleuten sowie der REGIO-Obfrau Andrea Schwarzmann. Bernd Hofmeister

REGIO Großes Walsertal feiert heuer das 50-jährige Jubiläum.

St. Gerold Seit nunmehr 50 Jahren bildet die REGIO Großes Walsertal den Rahmen zu einer gemeindeübergreifenden Kooperation und Zusammenarbeit in dieser Region. Am Beginn haben sich die Gemeinden des Großen Walsertals, nämlich Blons, Fontanella, Raggal, Sonntag, St. Gerold und Thüringerberg zusammengeschlossen, um die Entwicklung in dieser Region zu fördern. Dabei hat die REGIO seit ihrem Beginn den Weg zu einer Entwicklung als Biosphärenpark formal aufbereitet und damit wegweisende Schritte für die gemeinsame Positionierung der Region gesetzt.

Das 50-jährige Jubiläum war der Anlass für einen Festakt, bei dem Landeshauptmann Markus Wallner die Bedeutung der regionalen Vernetzung und des Biosphärenparks als Modellregion betonte. Gemeinsam mit Umweltlandesrat Daniel Zadra übergab er Biosphärenparkschul-Plaketten an alle Volksschulen der Region, welche zugleich mit der dortigen Mittelschule Umweltzeichenschulen sind.

Ein Vorzeigemodell

Das Große Walsertal sei laut Markus Wallner ein Vorzeigemodell der erfolgreichen Umsetzung des Biosphärenpark-Konzepts und dies scheue durchaus keinen Vergleich im internationalen Bereich: „Der Einklang mit der Natur steht hier im Mittelpunkt. Das betrifft das Leben der Bevölkerung in der Region insgesamt, besonders aber auch das nachhaltige, naturnahe Wirtschaften und den sanften Tourismus. Der Biosphärenpark ist außerdem ein Ort des Lernens, für Umweltbildung – und dies gerade auch für die junge Generation – sowie auch für Forschung.“ Landesrat Daniel Zadra hielt fest, dass der Biosphärenpark die Bedeutung von Umwelt- und Naturschutz in den Fokus rückte. „Die Verbundenheit zur Natur hat im Großen Walsertal lange Tradition.“ Der Grundstein für umweltbewusstes und rücksichtsvolles Handeln werde bereits in der Schule gelegt. In diesem Hinblick zeichne das Projekt biosphärenparkschule zusammen mit dem österreichischen Umweltzeichen eine vorbildliche, nachhaltige Schulentwicklung aus. „An den ausgezeichneten Schulen im Großen Walsertal wird das gemeinschaftliche Denken und Handeln im Sinne von Umwelt- und Klimaschutz gefördert“, so Daniel Zadra.

Bevölkerung spielt eine aktive Rolle

Im Bereich Forschung agiere die Region Großes Walsertal laut Landeshauptmann Wallner als Modellregion für drängende Fragen der Zeit zu Klimawandel, Biodiversität, nachhaltigem Wirtschaften und sozialer Nachhaltigkeit. Von den wissenschaftlichen Erkenntnissen des Biosphärenparks profitieren Region und Land. Darüber hinaus hat sich die Region des Biosphärenparks in vielen Bereichen international einen guten Ruf erarbeitet und zieht gleichermaßen Gäste und Wissenschaftler aus verschiedensten Ländern an. Die Bevölkerung in der Region spielt bei der Realisierung des Konzepts Biosphärenpark eine zentrale Rolle. Sie wirkt am Schutz und an der Entwicklung ihres Lebensraums aktiv mit. Das Land Vorarlberg, so Landeshauptmann Wallner, habe das Projekt von Beginn an bestmöglich unterstützt, sowohl fachlich als auch finanziell.

Herausforderungen für die Zukunft

Zu Zeiten der Gründung der REGIO Großes Walsertal, Anfang der 1970er-Jahre, waren es vor allem Herausforderungen wie Abwanderungstendenzen, erschwerte Bedingungen durch fehlende Infrastrukturen und neue gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen. Eine globale verstärkte Industrialisierung machte Druck auf die Berglandwirtschaft und zwang einige dort ansässige Landwirte zur Veräußerung ihrer Liegenschaften. „Mit der Gründung des Biosphärenparks haben sich der Auftrag und die damit verbundenen Themen zum Teil verändert. Inzwischen braucht die Region eine Schärfung der Position und der Visionen, die authentisch dem Lebensraum entsprechen“, so Anna Weber, Managerin des Biosphärenparks. Nicht zuletzt aus diesem Grund fand erstmals das Projekt „Werkstatt fürs Tal“ statt, ein Podium für vielfältige Diskussionen und Vorträge. BI

„Die Verbundenheit mit der Natur hat im Großen Walsertal lange Tradition.“

Betriebsleiter Herbert Bischof, Altbgm. Franz Ferdinand Türtscher, LAbg. Monika Vonier, Bgm. Stefan Nigsch, REGIO-Obfrau Andrea Schwarzmann, Geschäftsführer Erwin Bahl und Gebhard Burtscher.Dominic Kum
Betriebsleiter Herbert Bischof, Altbgm. Franz Ferdinand Türtscher, LAbg. Monika Vonier, Bgm. Stefan Nigsch, REGIO-Obfrau Andrea Schwarzmann, Geschäftsführer Erwin Bahl und Gebhard Burtscher.Dominic Kum
Die Altobleute der REGIO Großes Walsertal Alt-LAbg. Josef Türtscher, Alt-Nationalrat Anton Türtscher und Alt-Landeshauptmann Martin Purtscher.Dominic Kum
Die Altobleute der REGIO Großes Walsertal Alt-LAbg. Josef Türtscher, Alt-Nationalrat Anton Türtscher und Alt-Landeshauptmann Martin Purtscher.Dominic Kum

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