Wenn der Schulalltag in den Wahnsinn führt

Vorarlberg / 03.11.2022 • 23:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Valle live sorgte am Samstag für viele Lacher bei seinem neuen Solokabarett "I d´r Gummizealla".  <span class="copyright">cth</span>
Valle live sorgte am Samstag für viele Lacher bei seinem neuen Solokabarett "I d´r Gummizealla". cth

Valentin Sottopietra brillierte in seinem neuen Solokabarett “I d´r Gummizealla”.

Dornbirn, Götzis Sieben ausverkaufte Theaterabende im TiK und nach jeder Aufführung tosender Applaus – besser hätten es sich Valentin Sottopietra und Regisseurin Nevenka Komes nicht wünschen können. Vergangenen Samstag gastierte das neue Solokabarett „I d’r Gummizealla“ von „Valle live“ nach sechs Vorführungen zum letzten Mal in Dornbirn und bescherte den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern einen äußerst humorvollen Abend.

Am Ende gab es viel Applaus für den Darsteller, Regisseurin Nevenka Komes und Herwig Jäger, der für das Bühnenbild zuständig war.
Am Ende gab es viel Applaus für den Darsteller, Regisseurin Nevenka Komes und Herwig Jäger, der für das Bühnenbild zuständig war.

Im neuen Theaterstück dreht sich alles um den ausgebrannten Lehrer Klaus Thaler, der nach einem „Burn-Durch“ direkt aus der Gummizelle über den ganz normalen Schulwahnsinn berichtet. Sottopietra schlüpft dabei gekonnt in verschiedenste Rollen – so agiert er neben seiner Rolle als Klaus Thaler auch als Psychiaterin Rosa Himmel, Ex-Schüler und YouTuber Käff, als Polizist oder als türkische Religionslehrerin Frau Özdegür auf der Bühne. Das Stück basiert ausschließlich auf Anekdoten und Begebenheiten, die der Regisseurin in ihrer hauptberuflichen Tätigkeit als Lehrerin tatsächlich widerfahren sind.

Sottopietra schlüpft in verschiedene Rollen.
Sottopietra schlüpft in verschiedene Rollen.

Das neue Theaterkabarett ist auch gleichzeitig eine Premiere für das eingespielte Duo. Das Stück wurde dieses Mal von der Regisseurin selbst, basierend auf ihren Erlebnissen rund um den Schulalltag geschrieben. Und so darf das Publikum staunend miterleben, womit Lehrpersonen des Öfteren konfrontiert werden. Neben Stilblüten rund um „Nachthilfe, die Bibliothek für Katholiken, frisch gespitzte Bleistifte, die nicht in Köpfen landen sollten und tote Winkel in Mathematik“ lachte das Publikum über die schauspielerischen Fähigkeiten von Sottopietra und schmunzelte über Entspannungsübungen gegen mentalen Tiefdruck, sogenannte Evolutionsbremsen und Panikattacken, die die Abkürzung der neuen Mittelschule, MS, hervorbringen kann. Da half definitiv der weise Ratschlag von „Flachgeist“ Käff: „Chill down, Alter!“ Die Erkenntnis für das Publikum: „Lehrer sein ist nicht immer lustig!“

Wenn der Schulalltag in den Wahnsinn führt.
Wenn der Schulalltag in den Wahnsinn führt.

Wer sich das kritisch-humorvolle Stück auch noch ansehen möchte, hat am 15. November die Gelegenheit dazu. Dann gastiert „Valle live“ noch einmal in der Kulturbühne Ambach in Götzis. CTH

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