„Suchen gemeinsam nach den besten Lösungen“

Vorarlberg / 04.11.2022 • 21:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Einvernehmen herrscht bei der Frage nach der Notwendigkeit des Ausbaus.

Einvernehmen herrscht bei der Frage nach der Notwendigkeit des Ausbaus.

LR Daniel Zadra setzt bei Bahnausbau auf Dialog.

Schwarzach Es sind Weichenstellungen, die die Zukunft der Menschen im Unteren Rheintal prägen. Neue Gleise auf Niveaulage oder den Bahnverkehr in den Untergrund? Studienautoren der Bahn sehen in einem oberirdischen Ausbau deutliche Vorteile, Anrainergmeinden legen sich quer. „Wir als Land wollen die attraktivste Lösung ausarbeiten, die dann auch realisierbar ist“, sagt Landesrat Daniel Zadra. Klar sei, dass es unterschiedliche Interessen gebe, die eingeordnet und im Sinne des öffentlichen Interesses entschieden werden müssten.

Es könne jedenfalls nicht im Interesse der Bevölkerung sein, dass es während der Bauphase zu einer mehrjährigen Totalsperre der Bahn zwischen Bregenz-Lauterach und Hard komme. „Das würde der Zerstörung des ÖPNV über Jahre gleichkommen. Für mich kommt das jedenfalls nicht infrage“, so der Landesrat. Eine solche Totalsperre sehen die Studienautoren aber im Falle einer Unterflurlösung.

Zadra setzt trotz zusehends hitzigeren Debatten unverändert auf Dialog mit Bürgermeistern und den Unterflurtrassenbefürwortern. Er gehe davon aus, dass die Bürgermeister kein Interesse daran hätten, dass das Land als Wirtschaftsstandort abgehängt würde. An der Notwendigkeit eines Ausbaus der Gleisinfrastruktur bestehe jedenfalls kein Zweifel. Bei der Umsetzung vertraut Zadra den Experten. Sie müssten entscheiden, was möglich, was realisierbar sei, so der Landesrat bei Vorarlberg LIVE.

Es kann nicht im öffentlichen Interesse sein, dass es während der Bauphase zu einer mehrjährigen Totalsperre kommt.

Bahnausbau im Unteren Rheintal polarisiert. VN/Gasser
Bahnausbau im Unteren Rheintal polarisiert. VN/Gasser

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