Vorarlbergs Batterie in der Beletage

Vorarlberg / 04.11.2022 • 22:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Altpräsident Hubert Hämmerle verschenkte ein Glas Lustenauer Senf.AK
Altpräsident Hubert Hämmerle verschenkte ein Glas Lustenauer Senf.AK

Mit Senf und ohne Die Staffelübergabe von AK-Präsident Hubert Hämmerle (61) an Nachfolger Bernhard Heinzle (46) war der Auftakt zur Erneuerung an der Spitze der Vorarlberger Arbeiterkammer. AK-Direktor Rainer Keckeis (64) wird nächstes Jahr ausscheiden und auch seine Nachfolge ist auf Schiene. Die gebürtige Steirerin Eva King (44), derzeit stellvertretende Direktorin der Kammer, hat in den vergangenen Monaten entsprechende Vorbereitungen getroffen. So zog sie sich aus dem Startup Tree.ly als Gesellschafterin zurück, wie die VN Mitte September berichteten. Doch zur aktuellen Übergabe des Präsidenten: Am Donnerstag schenkte Altpräsident Hubert Hämmerle jedem Kammerrat ein Glas Lustenauer Senf. Dies hatte er bereits beim Amtsantritt vor 16 Jahren getan, mit dem Hinweis, er werde nicht zu allem seinen Senf dazugeben.

Apropos: eine geplante Rede von Landeshauptmann Markus Wallner und AK-Direktor Rainer Keckeis fiel ins Wasser. Da die AK-Verammlung länger dauerte, hatte der Empfang im neu gestalteten AK-Saal schon begonnen. Und weil man den Landeshauptmann in dem Gewusel nicht auf eine Bierkiste stellen wollte, musste der Empfang ohne Grußworte auskommen.

Kraftwerks-Show in Wien Eine an Wiener Medien versandte Termineinladung von Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (55) und dem Energieversorger illwerke vkw hat am Freitag in der Bundeshauptstadt offenkundig für Fragezeichen gesorgt. Hauptfrage bei mehreren Wiener Journalisten, die sich an die VN-Redaktion wandten: „Was verkündet der Vorarlberger Landeshauptmann in der Beletage des Café Landtmann?“

Der Hintergrund dürfte profaner sein, als angenommen. illwerke vkw und Land wollen das ambitionierte 1000-Megawatt-Lünersee-Kraftwerk-Projekt, das bereits vor einem Jahr in Vorarlberg präsentiert wurde, nun „offiziell“ in Wien präsentieren. Hintergrund dürfte Lobbying sein, denn das Projekt der „Größten natürlichen Batterie Mitteleuropas“ (Eigenbezeichnung) soll bei der UVP-Prüfung beschleunigt werden und Energieversorger und ÖVP fühlen sich von Energieministerin Leonore Gewessler (45) nicht ausreichend gehört. Nach dem0 „Nein“ zur Windkraft der illwerke-Vorstände diese Woche in den „VN“ wird Klimaministerin Gewessler sicherlich Fragen an die Vorarlberger Delegation haben.

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