„Wir sind natürlich hellhörig geworden“

Vorarlberg / 04.11.2022 • 17:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
„Wir stehen bei Veranstaltungen im Kontakt mit der Polizei“, sagt Museumsdirektor Andreas Rudigier. VN/Paulitsch

„Wir stehen bei Veranstaltungen im Kontakt mit der Polizei“, sagt Museumsdirektor Andreas Rudigier. VN/Paulitsch

Auch das Vorarlberg Museum in Bregenz ist in der Vergangenheit nicht von Zwischenfällen verschont geblieben. „Es gab bereits Aktionen von Vertretern der rechten Szene“ berichtet Museumsdirektor Andreas Rudigier. Eine Person habe sich vor einigen Jahren nach einer Veranstaltung auf dem Rednerpult das Mikrofon geschnappt und sich Gehör verschaffen wollen. „Das führte sogar zu einem Cobraeinsatz.“ Seither stehe man bei Veranstaltungen, die einschlägig zeitgeschichtliche Themen behandeln, in engem Kontakt mit der Kriminalpolizei. Das habe sich auch mit den Demonstrationen am Kornmarktplatz fortgesetzt. „Einzelne Vertreter sind ins Haus gekommen und haben Mitarbeiter an der Kassa angepöbelt“, erzählt Rudigier.

Im Vorarlberg Museum sehe man aktuell aber kein erhöhtes Risiko. „Wir sind natürlich hellhörig geworden, wenn man aber schaut, welche Ziele sich diese Aktivistinnen und Aktivisten aussuchen, sind das eher prominente Häuser mit prominenten Kunstwerken.“ Bei den kommenden Veranstaltungen wie zum Beispiel dem Bregenzer Weihnachtsmarkt setze man auf zusätzliches Sicherheitspersonal. „Wir sind ein sehr öffentliches Haus mit unglaublich viel Bewegung. Da müssen wir sehr vorsichtig sein.“

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