Dieser neue Lustenauer Kreisverkehr soll für mehr Sicherheit sorgen

Vorarlberg / 05.11.2022 • 07:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Dieser neue Lustenauer Kreisverkehr soll für mehr Sicherheit sorgen

Mini-Kreisel wirkt, wird aber noch nicht von allen Autofahrern wahrgenommen.

Lustenau „Es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung“, sagt Manfred Hagen (Grüne), Mitglied des Mobilitätsausschusses in Lustenau, über den seit gut einem Monat installierten Mini-Kreisel.

Der neue Mini-Kreisel in Lustenau soll die Straße für Fußgänger sicherer machen.
Der neue Mini-Kreisel in Lustenau soll die Straße für Fußgänger sicherer machen.

Dieser soll vor dem Grenzübergang Wiesenrain den Durchzugsverkehr entschleunigen und die Autofahrer vom Gaspedal bringen. Direkt beim Grenzübergang wurde vom Land zusätzlich eine Bremsschwelle angebracht. Auch die Tempobeschränkung von der Grenze bis zum Mini-Kreisel von 50 auf 40 km/h begrüßt Hagen.

Dieser neue Lustenauer Kreisverkehr soll für mehr Sicherheit sorgen
Manfred Hagen (Grüne).

„Viele Anrainer haben sich bei uns beschwert, dass die Autofahrer viel zu schnell vom Grenzübergang runterfahren. Es war eine richtige Rennbahn“, erklärt Hagen. Nun wurde vom Land ein Mini-Kreisel angebracht, um den Verkehr zu entschleunigen und mehr Sicherheit für alle Beteiligten im Straßenverkehr zu schaffen. Vorbild für den neuen Mini-Kreisel war jener in Dornbirn beim ehemaligen Schlachthaus. „Die Situation hat sich nun zwar etwas verbessert, ganz optimal ist es jedoch noch nicht“, sagt Hagen.

Manch ein Autofahrer fährt einfach drüber.
Manch ein Autofahrer fährt einfach drüber.

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Dem stimmt Mathias Blaser (ÖVP) vom Mobilitätausschuss zu. „Viele Autofahrer fahren einfach gerade über den Kreisel“, so Blaser. Beide würden es begrüßen, wenn in der Mittel, des Kegels noch ein Absatz angebracht würde. „Dann müssten die Autofahrer den Kreisverkehr als Kreisel ansehen und könnten nicht gerade darüberfahren“, so Blaser. Dennoch erkennen sie eine Verlangsamung des Durchzugsverkehrs.

Der Kreisverkehr soll den Verkehr verlangsamen.
Der Kreisverkehr soll den Verkehr verlangsamen.

Ein Zebrastreifen, der die Fußgänger sicher von der Reichenauerstraße zur Bushaltestelle überqueren lässt, ist im Moment noch nicht angebracht. „Gerade für jene, die über die Straße zu Fuß gehen wollen, braucht es an dieser Stelle einen Schutzweg“, so Blaser. Er hofft, dass dieser noch nachträglich angebracht wird.

An dieser Stelle soll ein Zebrastreifen die Fußgänger sicher die Straße überqueren lassen.
An dieser Stelle soll ein Zebrastreifen die Fußgänger sicher die Straße überqueren lassen.

Viele Autofahrer haben den Kreisel akzeptiert, bei anderen wiederum herrscht Verwirrung über die Neuerung und die damit verbundene geänderte Vorrangregelung. „Manche Autofahrer bleiben sogar im Kreisel stehen und wissen nicht, wer zuerst fahren darf“, erzählt ein betroffener Anrainer beim Vorüberspazieren. Er habe schon einige skurrile Szenen beim neuen Kreisel beobachtet und bestätigt, dass man als Fußgänger jetzt schon besser über die Straße komme, da die Autofahrer langsamer unterwegs seien und auch jene Menschen realisieren, die über die Straße gehen möchten. BVS

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