Verunsicherung um Mutter-Kind-Pass

Vorarlberg / 10.11.2022 • 21:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Öffentliche Finanzierung: Rauch will keinen vertragslosen Zustand.APA
Öffentliche Finanzierung: Rauch will keinen vertragslosen Zustand.APA

Debatte über kostenfreies Angebot. Ärzte fordern bessere Bezahlung.

Wien Die Drohung der Ärztekammer, aus dem Mutter-Kind-Pass auszusteigen, lässt die Wogen hochgehen. Die Opposition rief am Donnerstag alle Verantwortlichen zu einer Verhandlungslösung auf und bekräftigte, dass die Leistungen erhalten bleiben müssten. Familienministerin Susanne Raab (ÖVP) versicherte unterdessen, dass die Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen kostenfrei bleiben werden. Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) betonte ebenso, dass man an der öffentlichen Finanzierung nicht rütteln wolle. „Das Projekt wird sogar weiterentwickelt und modernisiert.“ Man arbeite mit allen Beteiligten daran, die Tarife und Leistungen zeitgemäß zu gestalten. Medialer Druck sei verständlich, dürfe aber keinesfalls (werdende) Eltern verunsichern.

Ärzte stellen Ultimatum

Die Bundeskurie der niedergelassenen Ärzte in der Ärztekammer hatte am Mittwoch einen Beschluss gefasst, wonach die Kündigung des Mutter-Kind-Passes als Kassenleistung mit Jahresende ausgesprochen werde, wenn es bis dahin keine Einigung geben sollte. Damit würde ein vertragsloser Zustand eintreten und die Mediziner würden die im Pass angeführten Untersuchungen nicht mehr als Kassenleistung anbieten. Die Leistungen müssten dann ab März privat bezahlt werden und könnten nur teilweise von der Krankenversicherung rückvergütet werden.

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