Goldenes Verdienstzeichen für Karl-Martin Gort

Vorarlberg / 11.11.2022 • 16:33 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Guardian der Kapuziner in Feldkirch, Karl-Martin Gort, bekam die hohe Auszeichnugn vom Feldkircher Bürgermeister Wolfgang Matt überreicht.Stadt Feldkirch
Guardian der Kapuziner in Feldkirch, Karl-Martin Gort, bekam die hohe Auszeichnugn vom Feldkircher Bürgermeister Wolfgang Matt überreicht.Stadt Feldkirch

Guardian des Kapuzinerklosters für jahrelanges Engagement von der Stadt Feldkirch geehrt.

Feldkirch Karl-Martin Gort, der Guardian der Kapuziner in Feldkirch, hat das Goldene Verdienstzeichen der Stadt Feldkirch erhalten. Die Stadt Feldkirch ehrt den Kapuziner damit für sein kommunales, soziales und kulturelles Engagement für Feldkirch. „Karl-Martin Gort hat nicht nur für die Kapuziner vieles geleistet, sondern auch für die Stadt Feldkirch“, so Bürgermeister Wolfgang Matt anlässlich der Verleihung. Während seiner Zeit als Guardian von 2001 bis 2010 lag die Sanierung des Kapuzinerklosters in den Jahren 2005 bis 2007 in der Verantwortung von Gort. „Er bewies dabei große Weitsicht. So sah er nicht nur die neue Bedeutung des Wirkens der Kapuziner in Feldkirch als wichtige Aufgabe, sondern auch in besonderer Weise die Renovierung und Restaurierung des Klosters als Gebäude“, so der Bürgermeister.

Im Dienst des Gemeinwohls

Es sei dem Denken und Wirken von Karl-Martin Gort zu verdanken, dass alte gewachsene Substanz bewahrt werden konnte und gleichzeitig eine in die Zukunft orientierte Nutzungsqualität gelungen ist, so die Stadt Feldkirch in einer Aussendung. Zudem habe Gort das Gemeinwohl in der Stadt Feldkirch und der Umgebung wesentlich mitgeprägt. Von größter Bedeutung ist dabei auch der niederschwellige Zugang für Menschen in Grenzsituationen, für in Not Geratene und für Ratsuchende im Kapuzinerkloster. „Für die Bevölkerung der Stadt ist da ein Ort der Stille, der Gemeinschaft und des sozialen Wirkens entstanden, der über die Grenzen von Feldkirch hinauswirkt. Umso mehr freut es mich, dass Karl-Martin Gort nach sieben Jahren in Wien 2017 nach Feldkirch zurückgekehrt ist, wo er seither erneut Guardian der Kapuziner ist“, erklärt Matt.

Doch auch in anderer Weise hat sich der Ordensbruder für die Stadt engagiert. So ist den Feldkircher Bürgern der Stadtpatron Fidelis von Sigmaringen auch durch das jährliche Fidelisfest im Kapuzinerkloster ein Begriff. Durch seine besonderen Anstrengungen und seine Initiative wurde die Zusammenarbeit der Stadt Feldkirch mit der Stadt Sigmaringen verstärkt. So sind die daraus resultierenden Feierlichkeiten zum 400. Todestag des hl. Fidelis unter anderem auch Gort zu verdanken.

Von Wien zurück nach Feldkirch

Bruder Karl-Martin Gort wurde am 10. November 1942 in Göfis geboren. Nach der Matura in Feldkirch trat er 1963 ins Noviziat der Kapuziner in Imst ein. Nach dem Theologiestudium in Innsbruck sowie der Profess und Priesterweihe war er lange Jahre in Salzburg und Tirol tätig, bevor er 2001 in seine Heimat zurückkehrte, wo er bis 2010 als Guardian im Kapuzinerkloster in Feldkirch wirkte. In dieser Zeit leitete Gort die Generalsanierung des Klosters in Feldkirch, bevor er für sieben Jahren als Guardian und Kustos der Kaisergruft in Wien fungierte. 2017 kehrte Karl-Martin Gort nach Feldkirch zurück, wo er die Gemeinschaft seither wieder als Guardian begleitet. Der Kapuziner hat über viele Jahre das kommunale, soziale und kulturelle Leben der Stadt Feldkirch geprägt. Seine außerordentlichen Leistungen haben die Stadtvertretung dazu veranlasst, ihm eine der höchsten Auszeichnungen der Stadt, das Goldene Verdienstzeichen der Stadt Feldkirch, zu verleihen.

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