Grabsteine auf Bregenzer Friedhof umgestoßen

Vorarlberg / 11.11.2022 • 22:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Angeklagte leugnete die Tat zunächst, gab dann aber an, sich vielleicht nur nicht mehr erinnern zu können. eckert
Der Angeklagte leugnete die Tat zunächst, gab dann aber an, sich vielleicht nur nicht mehr erinnern zu können. eckert

32-jähriger Arbeitsloser beschädigte zwei Grabstätten und demolierte Autospiegel.

Feldkirch Am Landesgericht Feldkirch musste sich am Freitag ein 32-jähriger Arbeitsloser wegen schwerer Sachbeschädigung verantworten. Der Mann, der kognitiv eingeschränkt ist, hielt sich im Juli auf dem Friedhof der Pfarre Mariahilf auf.

An einem Tag schlug er betrunken mit der Faust gegen den Rückspiegel eines Firmenwagens und demolierte ihn. Den Schaden über 700 Euro hat er inzwischen bezahlt. Am Tag nach der Autobeschädigung war der Betrunkene erneut am Friedhof. Er stieß zwei Grabsteine um. Einer brach auseinander. Ein neuer würde 8000 Euro kosten. Doch Rechtsanwalt Bernhard Schwendinger zeigt sich lösungsorientiert und macht „nur“ 1860 Euro für die Reparatur des Steines geltend. „Wir gehen davon aus, dass der Angeklagte diesen Betrag eher bezahlen kann als die gesamte Summe“, so Schwendinger. Der Beschuldigte leugnet zunächst, dass er der Vandale war. Obwohl es zwei Zeugen gibt.

Doch der Betreuer des Mannes redet dem Angeklagten zu. Dann gibt der Mann mit der intellektuellen Beeinträchtigung zu, dass er sich vermutlich nur nicht mehr erinnern kann. Damit ist eine Lösung ohne Vorstrafe möglich.

Zur Zahlung bereit

Der derzeit Arbeitslose bezieht monatlich 1400 Euro Krankengeld. Er wohnt in einer sozialen Einrichtung. Ein Schadenersatz ist somit realistisch. Als Buße werden ihm 300 Euro auferlegt. Die gehen an den Staat.

Die Reparatur von 1860 wird er ebenfalls in Raten bezahlen. Bezüglich des zweiten Grabsteins und dem Schaden von 500 Euro hat sich vorerst niemand wegen eines Schadenersatzes gemeldet. Werden Buße und Schadenersatz vollständig bezahlt, dann ist die Sache vom Tisch. EC

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