Hohenems macht Glopper und Schlossberg zu Schutzgebieten

Vorarlberg / 12.11.2022 • 15:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Gebiete Glopper und Schlossberg sind jetzt Schutzgebiete.
Die Gebiete Glopper und Schlossberg sind jetzt Schutzgebiete.

Stadtvertretung fasste Beschluss einstimmig.

Dornbirn Einen, wie Bürgermeister Dieter Egger erklärte, längst überfälligen Schritt tat am Donnerstag die Hohenemser Stadtvertretung und erklärte die Gebiete Schlossberg und Glopper zu Schutzgebieten. Einstimmig segnete das Gremium den Schritt ab. Schlossberg und Glopper seien sowohl landschaftlich als auch kulturhistorisch erhaltenswert, wie das Stadtoberhaupt erklärte.

Die Flora und Fauna des über 100 Hektar großen Gebiets ist eine besondere.
Die Flora und Fauna des über 100 Hektar großen Gebiets ist eine besondere.

Eine zeit- und ordnungsgemäße land- und forstwirtschaftliche und jagdliche Nutzung werde sichergestellt. Die große Ausdehnung der Hügelrücken mit ihren naturnahen Laubmischwäldern ist insbesondere landschaftsbildlich prägend. In seiner Ausdehnung ist der gesamte Schlossberg etwa 1600 Meter lang und bis zu 500 Meter breit, bei einer Fläche von rund 110 Hektar. Künftig ist es dort verboten, Anlagen wie Gebäude, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Straßen und Wege etc. zu errichten oder zu ändern. Ausgenommen davon sind die bestehenden Anlagen der Burgruine Alt-Ems sowie von Schloss Glopper im Einklang mit dem Bundesdenkmalschutz sowie die Wanderwege. Ebenso verboten sind Geländeveränderungen, das Lagern von Material, das Zurücklassen von Abfällen, die Entnahme von seltenen Pflanzen und Tieren, sowie das Campieren.

Seltene Tier- und Pflanzenarten

Das Gebiet Schlossberg und Glopper beherbergt besonders schützenswerte Lebensräume für Flora und Fauna. Verbreitet sind hier Buchenbestände und Ahorn-Eschenwälder, an exponierten Stellen Linden und Eichen. Einzigartig sind auch die teilweise vorkommenden Eiben. Der seltene Manna-Schwaden ist am Glopperweiher heimisch, der wiederum bedeutendes Laichgewässer für Amphibien ist. Die Laubmischwaldgebiete beherbergen zudem zahlreiche weitere seltene Tierarten.

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