Ideensommer für Südtiroler Siedlung in Bludenz mit ersten Früchten

Vorarlberg / 12.11.2022 • 10:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Die Ergebnisse des Projekts “Antonius und Fatima” zur Quartiersentwicklung in der Alpenstadt liegen vor.

bludenz Die Einwohner der Südtiroler Siedlung sowie Interessierte entwickelten, gemeinsam mit der Alpenländischen Gemeinnützigen WohnbauGmbH, der Stadt Bludenz und dem Planungsteam, Zukunftspläne für das Quartier. Diese Ideen – die sogenannten “Siedlungsgeschichten von morgen” – hat das Planungsteam nun zusammengetragen.

“Die Verantwortlichen haben vier Schwerpunkte für die Quartiersentwicklung festgelegt: Leistbaren Wohnraum für unterschiedliche Bedürfnisse, ein gutes Zusammenleben, den Erhalt des Charakters der Siedlung sowie das Schaffen eines klimafitten Stadtteils”, erzählt Prokuristin Alexandra Schalegg, Geschäftsstellenleiterin der Alpenländischen Gemeinnützigen WohnbauGmbH in Vorarlberg.

Durch die Neugestaltung der Spielplätze in der Siedlung sowie die Errichtung eines Bewegungsparks entlang des Galgentobels mit Sportgeräten soll die Attraktivität der Siedlung gesteigert werden.
Durch die Neugestaltung der Spielplätze in der Siedlung sowie die Errichtung eines Bewegungsparks entlang des Galgentobels mit Sportgeräten soll die Attraktivität der Siedlung gesteigert werden.

Leistbares Wohnen bis Klimafitness

Die Siedlung soll Wohnort für verschiedenste Menschen bleiben. Unterschiedlich große Haushalte sollen ein leistbares Wohnungsangebot finden. Der Ausbau des Dachgeschosses in den bestehenden Häusern soll zusätzliche Wohnungen schaffen sowie bautechnische Optimierungen mit sich bringen. Jedes Hausdach erhält zudem eine PV-Anlage und ein klimafreundliches Heizsystem.

Bushaltestellen im Quartier sollen aufgewertet werden: Überdachungen als Witterungsschutz, Verbesserung der Sitzgelegenheiten und die Sicherstellung einer guten Beleuchtung. Und, wenn möglich: Pflanzung von Bäumen zur Beschattung der Haltestellen.
Bushaltestellen im Quartier sollen aufgewertet werden: Überdachungen als Witterungsschutz, Verbesserung der Sitzgelegenheiten und die Sicherstellung einer guten Beleuchtung. Und, wenn möglich: Pflanzung von Bäumen zur Beschattung der Haltestellen.

Um auch barrierefreie Wohnungen zu bieten, soll die Siedlung punktuell und behutsam nachverdichtet werden. Die Bauformen der neuen Anlagen werden sich an denen des Bestandes orientieren. Das heißt, die Gestaltungsmerkmale und das Farbkonzept der Siedlung sollen fortgesetzt werden.

Gespannt auf die Zukunft des Quartiers ist auch Reinhard Oswald.
Gespannt auf die Zukunft des Quartiers ist auch Reinhard Oswald.

Reinhard Oswald (60), der bereits seit über 30 Jahren in der Südtiroler Siedlung lebt, freut sich auf die Zukunft des Quartiers. “In den letzten Jahren ist hier nicht viel saniert worden. Ein neues Heizsystem wäre schon lange angebracht. Ich bin gespannt auf die Zukunft”, erzählt der Pensionist.

Ein barrierefreier Weg mit einer Steigung von sechs Prozent soll wichtige Punkte in der Siedlung miteinander verbinden. Entlang des Weges sollen kleine Spiel- und Begegnungsorte liegen. Das Angebot in der Siedlung ist an jedem Ort verschieden und soll so zum Erkunden und Spazieren einladen.
Ein barrierefreier Weg mit einer Steigung von sechs Prozent soll wichtige Punkte in der Siedlung miteinander verbinden. Entlang des Weges sollen kleine Spiel- und Begegnungsorte liegen. Das Angebot in der Siedlung ist an jedem Ort verschieden und soll so zum Erkunden und Spazieren einladen.

Im Frühjahr 2023 wird es genauere Aussagen zur Machbarkeit und zum Zeitplan geben. Fix ist: Die „Siedlungsgeschichten von morgen“ werden ab Montag, 14. November in der Siedlung ausgestellt und auf der Homepage der Alpenländischen Gemeinnützigen WohnbauGmbH einsehbar sein.

zum Projekt

ANTONIUS & FATIMA“

Projektträger Alpenländische Gemeinnützige WohnbauGmbH, Stadt Bludenz

Projektteam Büro für resiliente Raum- & Stadtentwicklung e.U., Energieinstitut Vorarlberg, Raumforschung und Raumkommunikation, Frau Sturn, smartwärts e.U.,

Förderung Leuchttürme für resiliente Städte 2040 (Klima- und Energiefonds)

Mehr Infos www.alpenlaendische.at

Südtiroler siedlung Bludenz

Baujahre 1942 bis 1972

Häuser 77

Wohneinheiten 397

Einwohner 650

Eigentümerin Alpenländische Gemeinnützige Wohnbau GmbH

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