„Die Kinobesucher dürfen nicht frieren“

Vorarlberg / 13.11.2022 • 17:55 Uhr / 7 Minuten Lesezeit
In der Kinothek in Lustenau hat man auf die hohen Energiepreise reagiert und an allen Ecken und Enden Maßnahmen gesetzt. Neben der Installation von Photovoltaikanlagen, sieht Betreiber Pierre Fenkart bei der Umrüstung auf LED-Beleuchtung und einer neuen Heizung das größte Einsparungspotenzial. Aktuell profitiere man in der Kinothek noch von einer Strompreisgarantie bis März 2023. Vor Kurzem hat der Betreiber eine 30kw-Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Nächstes Jahr soll eine zweite folgen. „Zudem planen wir in zwei Jahren weg vom Gas zu kommen, und auf Erdwärme umzusteigen“, informiert Fenkart.Schon vor geraumer Zeit habe man in der Kinothek auf LED-Beleuchtung umgerüstet. „Wir haben nur noch ein paar einzelne Neonleuchten im Foyer.“ Die besucherschwachen 22 Uhr-Vorstellungen habe man schon länger gestrichen. Zudem wird die Heizung im Kinosaal früher abgedreht. „Die Zeiten, in denen wir auf bis zu 25 und 26 Grad geheizt haben sind vorbei, momentan wird die Temperatur auf 22 Grad reguliert. Es ist also immer noch sehr warm“, versichert Fenkart. Um noch mehr Energie zu sparen, plant der Kinobetreiber der noch schwarzen Decke einen neuen Anstrich zu verpassen. „Mit einer weißen Decke wird es im Raum heller, dadurch brauchen wir in Zukunft weniger Licht“, zählt Fenkart auf. Preisaufschläge gibt es in der Kinothek für Getränke und Snacks, für ein Kinoticket zahle man noch genauso viel wie vor rund acht Jahren. „Am Ticket verdienen wir ohnehin nicht viel. Wir leben vom Verkauf von Popcorn und Cola.“

In der Kinothek in Lustenau hat man auf die hohen Energiepreise reagiert und an allen Ecken und Enden Maßnahmen gesetzt. Neben der Installation von Photovoltaikanlagen, sieht Betreiber Pierre Fenkart bei der Umrüstung auf LED-Beleuchtung und einer neuen Heizung das größte Einsparungspotenzial. Aktuell profitiere man in der Kinothek noch von einer Strompreisgarantie bis März 2023. Vor Kurzem hat der Betreiber eine 30kw-Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Nächstes Jahr soll eine zweite folgen. „Zudem planen wir in zwei Jahren weg vom Gas zu kommen, und auf Erdwärme umzusteigen“, informiert Fenkart.

Schon vor geraumer Zeit habe man in der Kinothek auf LED-Beleuchtung umgerüstet. „Wir haben nur noch ein paar einzelne Neonleuchten im Foyer.“ Die besucherschwachen 22 Uhr-Vorstellungen habe man schon länger gestrichen. Zudem wird die Heizung im Kinosaal früher abgedreht. „Die Zeiten, in denen wir auf bis zu 25 und 26 Grad geheizt haben sind vorbei, momentan wird die Temperatur auf 22 Grad reguliert. Es ist also immer noch sehr warm“, versichert Fenkart. Um noch mehr Energie zu sparen, plant der Kinobetreiber der noch schwarzen Decke einen neuen Anstrich zu verpassen. „Mit einer weißen Decke wird es im Raum heller, dadurch brauchen wir in Zukunft weniger Licht“, zählt Fenkart auf. Preisaufschläge gibt es in der Kinothek für Getränke und Snacks, für ein Kinoticket zahle man noch genauso viel wie vor rund acht Jahren. „Am Ticket verdienen wir ohnehin nicht viel. Wir leben vom Verkauf von Popcorn und Cola.“

Betreiber setzen angesichts hoher Energiekosten Maßnahmen.

SCHWARZACH Die Coronapandemie hat den Vorarlberger Kinos ordentlich zugesetzt. Vor gut einem Jahr ist erstmals wieder etwas Normalität in den Lichtspielhäusern eingekehrt. Doch die Freude währte nicht lange. Mit der Energiekrise folgt nun die nächste Herausforderung für die Betreiber. „Die Energiekrise trifft uns enorm“, informiert Michael Wieser, Kinosprecher und Betreiber der Kinos in Bludenz und Dornbirn. In Bludenz setzt man unter anderem auf Umrüstung auf energiesparende Technik. Die gestiegenen Preise wolle man aber nicht mit erhöhten Ticketpreisen an die Kunden weitergeben. „Außerdem dürfen die Besucher, die ein Ticket gekauft haben, nicht frieren“, betont Wieser. In der Kinothek in Lustenau wird die Heizung früher abgedreht. „Die Zeiten, in denen wir auf bis zu 25 und 26 Grad geheizt haben, sind vorbei“, sagt Betreiber Pierre Fenkart. Im Metrokino Bregenz wurden bereits schwächer besuchte Spätvorstellungen abgesagt. Um den Stromverbrauch nachhaltig zu reduzieren, wurde die Beleuchtung zudem auf LED umgerüstet.

Auch Cineplexx spart

Auch in den Cineplexx-Betrieben ist das Thema Energiesparen allgegenwärtig. Mit neuen Filmprojektoren sollen über 50 Prozent an Projektionsenergie eingespart werden, erklärt Christof Papousek, Chef der Cineplexx-Kinos. „Wir versuchen möglichst wenig der Aufpreise an die Kunden weiterzugeben. Ganz vermeiden lässt sich das angesichts der steigenden Kosten und der Entwicklungen auf dem Rohstoffmarkt, der massiv unter Druck steht, jedoch nicht.“ VN-TAS

Spätvorstellungen abzusagen ist in den Cineplexx-Betrieben derzeit kein Thema, wie Christof Papousek, CFO/Co-Gesellschafter Constantin Film & Cineplexx Kinobetriebe gegenüber den VN sagt. Das Cineplexx sei seit Langem ein kosten- und damit auch ein energieverbrauchssensibles Unternehmen. „Wir haben sämtliche Beleuchtungen bereits vor mehr als zehn Jahren auf LED umgerüstet. Darüber hinaus wurden Wärmerückgewinnungssysteme eingebaut, die Projektorenabluft genutzt und Umluftkonzepte mit Luftqualitätsfühlern uvm. umgesetzt“, informiert Papousek. Vor Ausbruch der Coronapandemie wurde außerdem ein genereller Filmprojektor-Tausch eingeleitet, mit dem über 50 Prozent an Projektionsenergie eingespart werde. Wie sich die Situation weiterentwickelt, lasse sich noch nicht vorhersagen. Man versuche aber möglichst wenig der Aufpreise an die Kinobesucher weiterzugeben. Ganz vermeiden lasse sich das aber angesichts der steigenden Kosten nicht. „Aufgrund der bereits Entwicklungen auf dem Rohstoffmarkt, der massiv unter Druck steht, wurden die Preise für Kinosnacks heuer in einem niedrigen einstelligen Prozentbereich erhöht“, sagt Papousek.

Spätvorstellungen abzusagen ist in den Cineplexx-Betrieben derzeit kein Thema, wie Christof Papousek, CFO/Co-Gesellschafter Constantin Film & Cineplexx Kinobetriebe gegenüber den VN sagt. Das Cineplexx sei seit Langem ein kosten- und damit auch ein energieverbrauchssensibles Unternehmen. „Wir haben sämtliche Beleuchtungen bereits vor mehr als zehn Jahren auf LED umgerüstet. Darüber hinaus wurden Wärmerückgewinnungssysteme eingebaut, die Projektorenabluft genutzt und Umluftkonzepte mit Luftqualitätsfühlern uvm. umgesetzt“, informiert Papousek. Vor Ausbruch der Coronapandemie wurde außerdem ein genereller Filmprojektor-Tausch eingeleitet, mit dem über 50 Prozent an Projektionsenergie eingespart werde. Wie sich die Situation weiterentwickelt, lasse sich noch nicht vorhersagen. Man versuche aber möglichst wenig der Aufpreise an die Kinobesucher weiterzugeben. Ganz vermeiden lasse sich das aber angesichts der steigenden Kosten nicht. „Aufgrund der bereits Entwicklungen auf dem Rohstoffmarkt, der massiv unter Druck steht, wurden die Preise für Kinosnacks heuer in einem niedrigen einstelligen Prozentbereich erhöht“, sagt Papousek.

„Dieses Thema trifft uns natürlich voll“, bedauert Michael Wieser, Kinosprecher und Betreiber der Kinos in Bludenz und Dornbirn. Welche Auswirkungen die hohen Strom- und Gaspreise auf die Zukunft der heimischen Kinos haben, sei derzeit noch nicht absehbar. Eines steht für den Kinobetreiber jedoch fest: „Wir sind ein Dienstleistungsbetrieb und es ist unmöglich, dass Leute ein Kino-Ticket kaufen und dafür eventuell im Saal frieren müssten. So etwas kann und darf nicht in Frage kommen.“ Die stark gestiegenen Energiepreise wolle man auch nicht mit höheren Ticketpreisen kompensieren. „Wir nehmen diese Krise nicht zum Anlass, die Besucher noch mehr finanziell zu belasten, sondern sind froh, dass sie uns die Treue halten.“Man spare Energie, wo immer es möglich sei. Das betreffe unter anderem die Beleuchtung, inklusive der Weihnachtsbeleuchtung. Zudem setzt man auf die Umrüstung auf modernste Technik: „In Bludenz bekommen wir demnächst einen Laser-Projektor, der nicht nur noch bessere Qualität liefert, sondern auch 50 Prozent an Stromkosten spart“, zählt Wieser auf und betont: „Der Kino-Besuch soll auch in Zukunft ein angenehmes Vergnügen sein.“

„Dieses Thema trifft uns natürlich voll“, bedauert Michael Wieser, Kinosprecher und Betreiber der Kinos in Bludenz und Dornbirn. Welche Auswirkungen die hohen Strom- und Gaspreise auf die Zukunft der heimischen Kinos haben, sei derzeit noch nicht absehbar. Eines steht für den Kinobetreiber jedoch fest: „Wir sind ein Dienstleistungsbetrieb und es ist unmöglich, dass Leute ein Kino-Ticket kaufen und dafür eventuell im Saal frieren müssten. So etwas kann und darf nicht in Frage kommen.“ Die stark gestiegenen Energiepreise wolle man auch nicht mit höheren Ticketpreisen kompensieren. „Wir nehmen diese Krise nicht zum Anlass, die Besucher noch mehr finanziell zu belasten, sondern sind froh, dass sie uns die Treue halten.“

Man spare Energie, wo immer es möglich sei. Das betreffe unter anderem die Beleuchtung, inklusive der Weihnachtsbeleuchtung. Zudem setzt man auf die Umrüstung auf modernste Technik: „In Bludenz bekommen wir demnächst einen Laser-Projektor, der nicht nur noch bessere Qualität liefert, sondern auch 50 Prozent an Stromkosten spart“, zählt Wieser auf und betont: „Der Kino-Besuch soll auch in Zukunft ein angenehmes Vergnügen sein.“

Erste spürbare Maßnahmen wurden bereits im Metrokino Bregenz gesetzt. Schwächer besuchte Spätvorstellungen ab 22 Uhr wurden aus dem Kinoprogramm gestrichen, informiert Prokurist Peter Pienz. Man habe dort, wo es möglich sei, Sparmaßnahmen getroffen. So wurden unter anderem fast alle Beleuchtungskörper auf LED umgestellt, um den Stromverbrauch nachhaltig zu reduzieren. Die Kinoticketpreise seien unverändert geblieben. Zumindest noch. „Das könnte sich im nächsten Jahr möglicherweise ändern”, informiert Pienz. Man wolle nicht in einen Wettbewerbsnachteil geraten. „Hier bleibt allerdings die wirtschaftliche Entwicklung der Zukunft abzuwarten.“

Erste spürbare Maßnahmen wurden bereits im Metrokino Bregenz gesetzt. Schwächer besuchte Spätvorstellungen ab 22 Uhr wurden aus dem Kinoprogramm gestrichen, informiert Prokurist Peter Pienz. Man habe dort, wo es möglich sei, Sparmaßnahmen getroffen. So wurden unter anderem fast alle Beleuchtungskörper auf LED umgestellt, um den Stromverbrauch nachhaltig zu reduzieren. Die Kinoticketpreise seien unverändert geblieben. Zumindest noch. „Das könnte sich im nächsten Jahr möglicherweise ändern”, informiert Pienz. Man wolle nicht in einen Wettbewerbsnachteil geraten. „Hier bleibt allerdings die wirtschaftliche Entwicklung der Zukunft abzuwarten.“

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