Biomasseheizwerk Lech bereit für Winter

Vorarlberg / 14.11.2022 • 19:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Biomasseheizwerk Lech bereit für Winter
“Versorgung von Lech gesichert”, sagt Geschäftsführer Muxel.

Sieben Mill. Euro flossen in Wiederaufbau des Biomasseheizwerks in Lech.

Lech Der Großteil der Investitionssumme ist durch Versicherungen gedeckt. Technisch ist das Heizwerk nun auf dem neuesten Stand und bereit für den Winter. Mehr als eineinhalb Jahre nach dem verheerenden Großbrand sind die umfangreichen Wiederaufbauarbeiten im Biomasse-Heizwerk Lech unter Dach und Fach.

Von außen erinnert jedenfalls nichts mehr an die Brandnacht auf den 23. Februar 2021, und auch technisch ist das Heizwerk auf dem neuesten Stand. Dank des unermüdlichen Einsatzes der Einsatzkräfte hat das Herzstück der Anlage, die drei Holz- sowie der Ölkessel, den Brand größtenteils unversehrt überstanden. Der Schaden am Gebäude jedoch war enorm: 1800 Tonnen Brandschutt mussten entsorgt werden, bevor der Wiederaufbau in Massivbeton in Angriff genommen werden konnte. In den 5- und 2,5-Megawatt-Heizkesseln im ursprünglichen Gebäudeteil mussten zudem der Schamott sowie das Silo, der Stocker und die Hydraulik-Aggregate erneuert werden. Darüber hinaus wurde ein zweiter Ölkessel mit einer Leistung von 13 Megawatt eingebaut, um die Ausfallsicherheit zusätzlich zu erhöhen.

Investitionen in die Sicherheit

Im Verwaltungsteil wurden Bereitschaftszimmer eingerichtet, sodass die Mannschaft bei Bedarf die Möglichkeit hat, rund um die Uhr im Heizwerk zu sein. „Alle diese Maßnahmen tragen dazu bei, für höchstmögliche Sicherheit und Zuverlässigkeit zu sorgen“, sagt Betriebsleiter Franz Josef Schmutzer. „Den Herausforderungen der Zukunft begegnet das Heizwerk heute zuverlässiger als jemals zuvor“, betont Altbürgermeister Ludwig Muxel als Geschäftsführer. „So wie das Heizwerk heute dasteht, ist die Versorgung von Lech mit Wärme gesichert.“ Von Unsicherheiten am Energiemarkt sind Anschlussnehmer nicht betroffen. „Seit 2016 ist der Preis für Fernwärme unverändert“, sagt Muxel, „das wird mindestens bis Mitte 2023 auch so bleiben.“ Auch die Versorgung mit Brennstoff ist gesichert. Geschäftsführer Gerhard Günther: „Biomasse, wie sie im Heizwerk Lech als Brennstoff verwendet wird, ist zur Genüge vorhanden. Dank langjähriger Partnerschaften stehen uns jederzeit ausreichende Mengen zu Verfügung.“ Die Versorgung von Lech mit Wärme ist demnach für die bevorstehenden kalten Monate zu 100 Prozent gesichert. VN-TW

Das Biomasseheizwerk in Lech wurde nach einem Großbrand im Februar 2021 technisch wieder auf Vordermann gebracht. Burtscher
Das Biomasseheizwerk in Lech wurde nach einem Großbrand im Februar 2021 technisch wieder auf Vordermann gebracht. Burtscher

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